Welches Themes nutzt ihr?

  • Hi Community,
    ich würde gerne eine Basisfrage zur Themewahl besprechen: Welches Theme ist im PRO-Bereich wirklich zukunftsfähig? Die Ausgangssituation ist so:

    Vor ein paar Jahren habe ich so gearbeitet: Für Projekte, die sehr individuell waren und bei denen die Ladezeit wichtig war, habe ich das Startertheme underscore genommen: https://underscores.me/ und alles selbst gecodet. Das gab max. Freiheit für Designwünsche. Für Projekte, die schnell gehen mussten und bei denen das Design und/oder die Ladezeit eher weniger wichtig war, dann Divi. Divi hat auch viele vorgefertigte Templates, da kann man was Hübsches schnell zusammenklopfen und das Backend war sehr praktisch angelegt, da konnten die Kunden leicht was ändern.

    Seit Divi5 und dem Visuellen Builder finde ich das Backend katastrophal, underscore wir seit Jahren nicht mehr geupdatet, irgendwann mal, wird das Theme einfach nicht mehr funktionieren, weil es verlatet ist, vermute ich.

    Ich bin also auf der Suche nach neuen Themes für die nächsten Jahre. Wobei dazukommt, dass KI immer wichtiger wird, ich schätze mal, dass es in Kurze so sein wird, dass man ein KI-fähiges Theme benötigt und dann der KI sagt, was sie coden soll. anders wird man nicht wettbewerbsfähig sein.

    Daher die Frage, wie ihr vorgeht.
    Danke für eure Meinungen!
    Raphael

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  • Moin Raphael ,

    interessante Frage die ich mir auch immer mal wieder stelle. Ich möchte dir dazu meine Sichtweise kurz darlegen.

    Selbst gecodete Themes sind toll ... ABER ... Individuelles Coding benötigt auch individuelle Betreuung. Als Entwickler eines Themes muss man ja auch imemr auf Änderungen bei Wordpress oder anderen Dingen reagieren, damit die Funktionalität des stets gewährleistet ist. Zudem sehe ich hier, zumindest in meinem Umfeld, auch den Kostenfaktor. Etwas selbst entwickeltes ist in der Regel teurer als ein fertiges Theme oder die Nutzung eines Pagebuilders. Und da sind viele potentielle Kunden einfach nicht bereit die höheren Kosten zu tragen wenn es denn auch "irgendwie" anders geht.

    Fertige Themes sind mir persönlich oft zu unflexibel und übersichtlich. Wobei es hier auch wirklich sehr gute Themes gibt. In der Regel setze ich aber auf Pagebuilder mit denen ich dann die Seiten individuell umsetze. Mein Favorit ist derzeit BRICKS, dicht gefolgt von Oxygen.

    Mit einem guten Pagebuilder ist man in der Lage auch ganz spezielle Designvorgaben und/oder Funktionen umzusetzen. Gutenberg, der ja auch diesen Ansatz verfolgt, ist mir persönlich noch zu unausgereift und unübersichtlich. KI-Unterstützung gibt es zum Teil schon, wird aber für die beiden oben genannten Pagebuilder definitv kommen. An dem Thema kommt man mittlerweile auch nicht mehr vorbei. ^^

    Jede Variante, ob selbst gecodet, fertiges Theme aber eben auch Pagebuilder haben ihre Daseinsberechtigung und ich entscheide das oft auch erst wenn ich die genauen Anforderungen an eine neu zu erstellende Webseite kenne. 80-90% setze ich aber derzeit mit Bricks um. Für mich einfach ein tolles Werkzeug das mir die perfekte Mischung aus Power und Einfachheit bietet.

  • Gleich mal vorweg: underscore ist ein Automattic-Projekt was vor rund 2 Jahren eingestellt wurde. Da wird nie wieder ein Update kommen. Siehe: https://github.com/automattic/_s

    Deine Frage kann man aber gar nicht allgemeingültig beantworten. Jeder muss hier seinen eigenen Weg finden und gehen. In der WordPress-Welt ist das zum Glück alles machbar, da es eine Vielfalt als Möglichkeiten gibt. Und wie medienkobold eben schon schreibt: alles hat seine Daseinsberechtigung. Irgendetwas pauschal zu verteufeln mag auch ich nicht.

    Mir ist das Theme in von mir erstellten Projekten inzwischen ziemlich egal. Ich wähle je nach Projekt aus was in Frage kommt - oder baue es einfach auch selbst. In den letzten Jahren habe ich so Kontakt mit dutzenden PageBuildern und dazu passenden Themes gehabt. Ehrlich gesagt meist wird aber mit Elementor etwas umgesetzt, ab und zu sogar mit Avada - ich bevorzuge inzwischen jedoch den Block Editor, mit dem aber meine Kollegen nicht klar kommen. Bei allen sind mir die jeweiligen Grenzen bewusst, was letztlich auch eine Entscheidungsgrundlage für das eingesetzte Theme ist.

    Bricks find ich auch ziemlich gut gelungen, hab damit aber leider noch kein Projekt umsetzen können, nur Widgets dafür gebaut.

    Mit Divi bin ich noch nie warm geworden. Es wirkt in Version 4 auf mich viel zu chaotisch - der Code ist einer der schlechtesten den ich kenne. Divi 5 macht es nicht besser, ist es doch eigentlich nur ein grafisch veränderter Block Editor. Hab dazu auch mal meine Meinung kundgetan. Wird für mich auch künftig nicht in Frage kommen, aber ich kann wiederum verstehen wieso es manche Anwender bevorzugen.

  • Danke threadi für deine Meinung. Was Divi betrifft: Ja, der Code war schrecklich bei divi 4, aber es hatte einige Vorteile bei einfachen Seiten wie Visitenkarten, die dann vom Kunden leicht gepflegt werden konnten. aber Divi 5 hat in meinen Augen jetzt gar keine Vorteile mehr. Was underscore betrifft: Ja genau, das sagte ich ja: Es wird irgendwann mal komplett veraltet sein und daher kann man es nicht mehr nutzen. Das bedeutet, dass meine zwei früheren Standardvarianten nicht mehr wirklich Sinn ergeben. Derzeit ist es noch so, dass ich je nach Projekt verschiedene Sachen ausprobiere. Aber ich bin noch nicht wirklich happy, mit dem was ich gefunden habe.

    medienkobold Ja, die ganzen Pagebuilder sind alle recht nett, aber ehrlich gesagt, habe ich dann immer das Problem gehabt, dass es - überspitzt gesagt - zunächst mal schneller geht als das manuelle Coden, aber dann kommt am Ende ein sehr spezifischer Änderungswunsch, der recht unkompliziert wirkt, aber so nicht vorgesehen ist und dann muss man erst recht wieder einen Workaround coden, der drei mal so aufwändig ist, als hätte man ein leeres Starter-Theme genommen.

    Na gut, wie auch immer: Bricks habe ich in letzter Zeit öfters gehört, an Themes habe ich sehr gute Erfahrungen mit Kadence bei einem Projekt neulich gehabt. Die Webseite ist ziemlich groß und lädt trotzdem superschnell. Mit Hosting bei Siteground komme ich auf 99/100 bei Google Pagespeed Insights. Astra wird auch immer wieder empfohlen, wenn es um geringe Ladezeit geht. Und bei Kadence sehe ich, dass es in der PRO-Version im Grunde ein ganzes Ökosystem ist, das mir gut gemacht erscheint.

    Derzeit bin ich eben dabei mich zu orientieren. Daher auch die Frage.

  • Was bei einigen auch beliebt ist, ist GeneratePress. Habe damit auch schon bischen zu tun gehabt und find es gut. Für ein Projekt hats noch nicht gereicht. Die Pro sollte man aber in jedem Fall holen.

  • vor ca 2 Jahren begann ich mit mit Kollegen bei unserem WordPress Meetup mit Gutenberg Blockedtior zu beschäftigen, innerhalb der letzten Monate stellte ich alle meine eigenen Homepage Projekte auf Thema 2025 um und fühle mich in der Zwischenzeit schon sehr wohl im Umgang mit den Blöcken, Da ich auch bereits einige Blöcke selbst gecodet habe, entstanden individuelle Lösungen für meine WordPress Projekte.

    Resume: der Vorteil beim Blockeditor finde ist, das man direkt im WordPress System arbeitet, und so mit allen Daten ideal arbeiten kann, auch durch Full Site Editing hat man beim Design großen Spielraum. Templates, Vorlagen, kann man sich anpassen und individuell nutzen.

    Wordpress weil es spass macht, besonders beim WordPress Meetup in Linz

  • Raphael

    Deine Einwände kann ich natürlich gut verstehen. Aber um es mal aus meiner Sicht zu sagen. DIVI zum Beispiel (damit hast du ja schon gearbeitet) und Bricks kann man nicht miteinander vergleichen. Bricks ist sehr viel Entwicklerfreundlicher und erlaubt schon sehr sehr viel was individuelles Design und auch Funktionen angeht. Trotzdem hat man den Komfort eines Pagebuilders und kann Standard-Elemente und Funktionen sehr schnell nutzen und auch damit schon sehr ansprechende Webseiten erstellen.

    Wenn du Bricks mal in Aktion sehen oder gar selber testen möchtest, kannst du dich gerne bei mir melden.

  • Shadow ich kenne den Gutenberg-Editor, der ist ja soweit eigentlich auch OK. Und vor allem schnell. Aber die Frage ist halt, mit welchem Theme er genutzt wird. Kadence z. B. arbeitet auch mit dem Gutenberg-Editor, ist sehr schnell und hat auch sonst einige Vorteile.

    medienkobold und mit welchem Theme arbeitest du dann zusammen mit Bricks? Danke auch für das Angebot. Ich komme nächste Woche darauf zurück.

  • Für meine letzten Projekte habe ich stets auf GeneratePress gesetzt (ohne Gutenberg, nur mit Classic Editor) und würde auch nix anderes mehr wollen und nehmen. Ist schlank, schnell und übersichtlich konfigurierbar, der Support ist hervorragend (und man muss ihn auch selten bemühen, weil man für fast alles auch schon eine dokumentierte Lösung ergoogeln kann).

    Als Spezialfall sehe ich die (ausschließliche) Präsentation von Fotos an, da verwende ich Renkon von ElmaStudio, siehe mein Bilder-Blog Licht-Bild-Schau.de. Dem sieht man auf Anhieb gar nicht an, dass da WordPress dahintersteckt! Leider scheint ElmaStudio inzwischen out of business gegangen zu sein (die hatten sehr ästhetische Themes), ich musste auch schon zweimal etwas Kleingeld in die Hand nehmen (und aus derselben geben), um das Theme von einem kundigen PHP-Kenner wieder flicken zu lassen, als sich nach WordPress-Updates Kompatibilitäts-Probleme einstellten...

    Bei "uralten" Projekten, die ich vor Äonen mit dem damals aktuellen Standard-Theme TwentyTen realisiert habe, bin ich letztlich dabei geblieben, um nicht vieles bis alles darin nochmal anfassen zu müssen. Allerdings habe ich durch Änderung der Schriftarten (von Serifen auf serifenlos) und der Farben (von Schwarz auf bunt) in der style.css ein deutlich moderneres Erscheinungsbild realisieren und das Ding zudem durch Einsatz eines Plugins (Responsive TwentyTen) auch mobilgerätefreundlich machen können (Beispiele: FürthWiki e. V., LGB-Feldbahnen). Ist vielleicht auch für andere mit solchen "Altlasten" ein gangbarer Weg?!

    The bottom line: Im Garten nur Kännchen und in WordPress nur noch GeneratePress! ;)

  • Ich setzte WordPress Thema 2025 ein und Bau Templates und Vorlagen usw selbst

    Das ist natürlich auch ein interessanter Ansatz. Ich nehme mal an, dass das 2025-Theme sehr schnell lädt und mit den Templates ist es relativ leicht was Vernünftiges zu bauen. Problematisch sehe ich dort eher, dass ich mit den Templates einfach nichts anfangen kann. Ich kann recht gut PHP und CSS, daher habe ich die Header und Footer-Templates wie im 2025 eher gemieden. Ist das eine echte Alternative bei der man wirkliche Freiräume in der Gestaltung hat? Oder sind diese Templates eher der Versuch eine Alternative zu Baukastenlösungen mit an Bord zu haben?

  • Zum Glück muss ich nicht von WordPress leben und kann es mir bei meinen Projekten erlauben, alles individuell zu coden. Pagebuilder kommen mir deshalb gar nicht ins Haus, gehen nur unnötig auf die Performance und bis alles genau so aussieht wie man es haben will, muss man meist eh etliches anpassen.

    Wenn ich mal nicht komplett alles from scratch selber mache, greife ich immer gerne auf die Themes von https://agnarson.com/ zurück. Da hat man eine gute Basis auf der man aufbauen kann.

  • Pagebuilder kommen mir deshalb gar nicht ins Haus,

    Das stimmt schon, allerdings fordern Kunden diese Flexibilität fast immer ein, um die Inhalte selbst pflegen zu können. Dass aber selbst der einfachste Pagebuilder eine gewisse Lernkurve mit sich bringt, wird dabei meistens übersehen.

    dass das 2025-Theme sehr schnell lädt

    Reine Templates sind von Haus aus fast immer schnell – vorausgesetzt, das Hosting stimmt. Die echten Performance-Killer sind vielmehr schlecht optimierte Plugins, die den Quellcode mit unnötigem CSS und JS aufblähen, schwerfällige Pagebuilder sowie unoptimierte Bilder. Ein leistungsstarkes Hosting mit serverseitigem Caching macht am Ende oft deutlich mehr aus, als viele denken.

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