Dem stimme ich vollinhaltlich zu.
Ich gehöre zum ehrenamtlichen Team eines der aktivsten StadtWikis im deutschsprachigen Raum (so eine Art kleine Schwester der Wikipedia) und als Mitglied dieser Community nehme ich beispielsweise jährlich an der 3-tägigen WikiCon teil. Weil dort mein Haupt-Interesse zu verorten ist und der Mehrwert einer solchen Konferenz (Austausch, Vernetzung, fachliches Dazulernen, leckeres Essen
) groß genug ist, um die eigene (Frei-)Zeit (Immerhin ein ganzes Wochenende von Freitag bis Sonntag) gerne dafür zu "opfern". Das Wikiversum fördert und fordert mich.
Sowas könnte ich als Betreiber oder Betreuer von einem guten Dutzend WordPressen grundsätzlich auch in der dortigen Community anstreben. Oder auch noch in vielen anderen Bereichen des Lebens, in denen ich mich bewege und mal mehr, mal weniger engagiere.
Aber die eigene Lebenszeit und -energie sind endlich und darum muss ich mich fokussieren auf jene Sektoren, in denen der Mehrwert für mich am größten ist. WordPress gehört für mich als Anwender eindeutig zu den Bereichen, wo ich in Foren und anderen Online-Plattformen zielgerichtet die Informationen finden oder bekommen kann, die ich im Einzelfall suche. Natürlich helfe ich dabei auch anderen, die Hilfestellung bei Problemen suchen, die ich für mich selbst schon lösen könnte. Das ist ja ein gegenseitiges Nehmen und Geben.
Wenn man sich aber überall, wo es im realen Leben Meetings und Konferenzen gibt - von WordPresslern bis zum Fotoclub - mit dazugesellen wollte, hat man am Ende kaum noch Zeit übrig, selbst auch noch was Produktives anzustellen! Insofern ist es doch logisch, dass man sich nur da einklinkt, wo es sich am meisten lohnt (nicht zwingend nur für einen selbst) und dort Abstand nimmt, wo Aufwand und Ertrag in keinem vernünftigen Verhältnis stehen...
Beste Grüße,
Ralph