WordPress Theme Detector: Plug-in-Erkennung blockieren?

  • Moin!

    Ich habe eine Frage an euch:

    Ich bin eher durch Zufall über diesen "WordPress Theme Detector" (Link) gestolpert.
    Das Tool gibt einige Informationen über ein installiertes WordPress aus:

    Zitat

    "WordPress Theme Detector is a free tool that allows you to find all the details about
    the WordPress theme and plugins currently being used by a site."

    Was mich etwas beunruhigt: Das Tool listet auch alle installierten Plug-ins auf – so auch bei meinen WordPress-Seiten.
    Das könnte insbesondere bei gewerblichen Seiten problematisch werden, wenn dort z. B. Statistik- oder Datenverarbeitungs-Plugins
    genutzt werden.
    Klar, man könnte oder müsste diese in seiner Datenschutzerklärung auflisten, dennoch habe ich Bedenken, was solche Daten angeht.

    Nun ist mir aufgefallen, dass bei einer gewerblichen Seite eines Anbieters, der auch YouTube-Videos zu technischen Themen anbietet,
    keine Plug-ins aufgelistet werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf einer Seite von Programmierern 0 (Null) Plug-ins installiert sein sollen.

    Kennt ihr Möglichkeiten, die Abfrage solcher Tools zu blockieren?

    Vielen Dank im Voraus!

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  • Moin SilentAero,

    ich versuche dir mal auf einige deiner Punkte zu antworten.

    Klar, man könnte oder müsste diese in seiner Datenschutzerklärung auflisten, dennoch habe ich Bedenken, was solche Daten angeht.

    Es gibt da kein "man könnte"! Solche Dinge sind Pflichtangaben. Zudem müssen Besucher einer Webseite "gefragt" werden ob sie mit der Verarbeitung ihrer Daten einverstanden sind. Stichwort DSGVO.

    Was mich etwas beunruhigt: Das Tool listet auch alle installierten Plug-ins auf – so auch bei meinen WordPress-Seiten.

    Was beunruhigt dich daran? Abseits solcher Tools findet man das anhand des Quelletextes eigentlich immer raus. Laien wird es durch bestimmte Tools nur erschwert.

    Kennt ihr Möglichkeiten, die Abfrage solcher Tools zu blockieren?

    Es gibt Plugins die so etwas verhindern sollen. Zum Beispiel dieses hier: Link

    Wobei ich persönlich solche Tools eher suboptimal finde. Damit kann man sehr viel kaputt machen wenn man solche Plugins zu sehr ins System eingreifen lässt. Kompatibilität mit diversen Plugins (Member-Plugins etc.) mal außen vor gelassen. Viel wichtiger etwas verschleiern zu wollen, ist es für mich WordPress vernünftig abzusichern. Starke Passwörter, WordPress, Themes und Plugins immer möglichst aktuelle halten etc. WordPress selbst bietet da auch eine Reihe von Möglichkeiten wie man seine Seite sicherer machen kann. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Nicht nur WordPress selbst. Siehe dazu: Hardening WordPress .

    Die wirklich "bösen Buben" hält eine Verschleierung bestenfalls etwas auf, schützt aber nicht wirklich. 😎

  • Viel wichtiger etwas verschleiern zu wollen, ist es für mich WordPress vernünftig abzusichern. Starke Passwörter, WordPress, Themes und Plugins immer möglichst aktuelle halten

    Gut, ich denke, das sollte jedem klar sein und wird von mir auch nicht vernachlässigt.

    Die wirklich "bösen Buben" hält eine Verschleierung bestenfalls etwas auf, schützt aber nicht wirklich.

    Auch das wäre mir nicht neu. Ich habe auch nicht behauptet, dass man damit etwas zu 100 % absichern könnte.
    Mir ging es darum, dass eine gewerbliche WordPress-Seite bzw. deren Admins, dies anscheinend vollkommen blockieren können.
    Das WP-Ghost-Plug-in scheint da anzusetzen. Für mich persönlich scheint das Plug-in aber übertrieben.

    Solche Dinge sind Pflichtangaben

    Auch das habe ich nicht angezweifelt. Und nun bitte keine weiteren Kommentare, was die Impressums- und Datenschutzpflichten
    von privat und gewerblich genutzten WordPress-Seiten angeht.
    Dass man u. a. aus diesen Pfaden (/wp-content/plugins/, meta name="generator" content="...", wp_enqueue_script/style)
    viel auslesen kann, ist mir nun klar geworden.

  • Moin SilentAero,

    da ich nicht wusste/weiß welche Vorkenntnisse du hast, habe ich einige Dinge allgemein beantwortet.

    Ein praktischer Lösungsansatz (ungetestet):

    Man kann auch versuchen den Zugriff solcher Referrer-URLs via .htaccess zu verbieten. Hier ein kleines Beispiel dazu:

    Apache Configuration
    RewriteEngine on
        RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^https?://([^.]+\.)*wpthemedetector\.com\ [NC,OR]
        RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^https?://([^.]+\.)*weiteredomaindiegeblocktwerdensoll\.de\ [NC,OR] 
    RewriteRule .* - [F,L]

    Oder:

    Code
    SetEnvIfNoCase Referer "wpthemedetector.com" kein_zugriff
    Order Allow,Deny
    Allow from ALL
    Deny from env=kein_zugriff

    Einfach einen solchen Block mal in die .htaccess einbauen und schauen ob die von dir genannte Seite dann geblockt wird. Vielleicht hilft das ja schon. Ist eben ungetestet und nur ein Gedankenspiel meinerseits.

  • Solche Blockierungen bereiten auch mehr Mühe als es sich lohnt. Es gibt sehr viele derartige Tools, willst du alle aussperren? Das geht faktisch nicht, weil es keine komplette Liste gibt und diese sich auch (ähnlich wie KIs) laufend ändert.

    Und wie schon geschrieben, ist es sehr leicht anhand des Quellcodes oder auch der REST API und anderen Dingen herauszubekommen, wie ein Projekt konfiguriert ist. Per se ist das auch gar kein Sicherheitsproblem für das Projekt. Bots, die Angriffe laufen lassen, gucken gar nicht nach sowas sondern hacken einfach drauf los - und stoßen, wenn eine vermeintliche Lücke doch nicht existiert, halt auf einen Fehler und versuchen das nächste. Die gucken nicht nach "was ist". Aus dem Grund hilft auch jegliche Anonymisierung/Pseudonomisierung der Website imho nichts.

    Ich würde mir daher darüber gar nicht so viele Gedanken machen. Wichtiger ist, dass du deine Projekte regelmäßig aktualisierst und ein Sicherheitsplugin oder vorgeschaltete Firewall im Einsatz hast um Angriffe abzuwehren.

  • .htaccess zu verbieten. Hier ein kleines Beispiel dazu:

    Das wird so nicht funktionieren.
    Ich habe einige Erfahrung mit der .htaccess bzw. mit der "Apache Directive Syntax".
    Wenn dieses Tool hier eine WordPress-Seite aufruft, ist der ISP (laut IP): Google Cloud / googleusercontent.com.
    Kein Referer und keine Browserkennung. Interessanterweise versucht das Tool anscheinend: "feed" und "/comments/feed/" aufzurufen.
    Die IP einzeln oder den ganzen CIDR-Block zu sperren, scheint mir so nicht sinnvoll (Google).

    Die Ninja-Firewall scheint diesen Aufruf zu erkennen. Er steht im Log.
    Aber nur als Info: (21/Jul/26 14:15:40 #4836628 INFO - 35.21****** GET / - Sanitising user input -)
    Demnach wurde meine Seite aufgerufen. Merkwürdig ist dennoch, dass das Tool unten einen Screenshot der Seite anzeigt und da
    sehe ich die Ausgabe von der Firewall, wenn sie eine Anfrage blockiert.
    Alles sehr interessant.
    Ich werde die nächsten Tage mal versuchen herauszufinden, ob ich die einzelnen Pfade wie z. B.: "wp-content/plugins/" per .htaccess von
    außen sperren kann.



    Ich würde mir daher darüber gar nicht so viele Gedanken machen. Wichtiger ist, dass du deine Projekte regelmäßig aktualisierst und ein Sicherheitsplugin oder vorgeschaltete Firewall im Einsatz hast um Angriffe abzuwehren.

    Richtig.
    Die Ninja-Firewall ist bei allen meinen Seiten aktiv und aktuell halte ich auch immer alles.
    Wie schon oben geschrieben, ging es mir mehr darum, herauszufinden, wie eine Seite (die mit dem ASTRA-DB-Theme) arbeitet,
    dieses Tool blockieren kann, denn wie schon geschrieben, kann ich mir bei denen nicht vorstellen, dass die WordPress
    ohne nur ein einziges Plug-in nutzen.

  • Werkzeuge wie WPThemeDetector, RSS-Aggregatoren oder Sicherheits-Scanner nutzen bevorzugt Google Cloud-Server. Das ist oftmals für das Thema Preisgünstiger. Sie steuern gezielt WordPress Pfade wie zB. /feed/ oder /comments/feed/ an, um im XML-Quellcode nach Versionsnummern, Themes und Plugins zu suchen. Dass weder User Agent noch Referer mitgesendet werden, zeigt, dass hier ein recht simples Skript ohne Browser-Emulation am Werk ist.

    Komplette Google Cloud IP Bereiche per .htaccess zu blockieren, schießt über das Ziel weit hinaus und trifft schnell die falschen Dienste. Sauberer wäre es, Anfragen ohne User Agent gezielt abzulehnen oder ungenutzte WordPress Feeds direkt serverseitig abzuschalten.

    Zitat

    Nun ist mir aufgefallen, dass bei einer gewerblichen Seite eines Anbieters, der auch YouTube-Videos zu technischen Themen anbietet,
    keine Plug-ins aufgelistet werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf einer Seite von Programmierern 0 (Null) Plug-ins installiert sein sollen.

    Du könntest die normalen Pfade via .htaccess auf neutale Namen umleiten oder die Versionsnummern und Meta Tags via der functions.php strippen. Alternativ baust du dir ein Plugin selbst. So kommst du für extern zu Null Plugins.

    Zitat

    Ich werde die nächsten Tage mal versuchen herauszufinden, ob ich die einzelnen Pfade wie z. B.: "wp-content/plugins/" per .htaccess von
    außen sperren kann.

    Sperrst du den Ordner /wp-content/plugins/ per .htaccess komplett für externe Aufrufe, kann der jeweilige User Browser vorhandene css und JS Dateien nicht mehr laden. Deine Website sieht optisch, sagen wir mal kaputt aus und viele Skripte funktionieren nicht mehr. Der Browser ist in diesem Fall außen. Sinn?

    Kennst du schon Dreamcodes ?

  • Beitrag von ummushabinak (22. Juli 2026 um 11:44)

    Dieser Beitrag wurde von threadi gelöscht (22. Juli 2026 um 13:14).
  • Wenn ich alles individuell code und keinen 3rd Party Stuff von der Stange nutze, was soll da aufgelistet werden?

    Wer macht sich die Arbeit, viele Funktionen, die sonst in Plug-ins realisiert werden, als "individuell code" selber zu schreiben?

    Thanks for starting this discussion!

    Gladly. We can only learn more.

    Habe ich heute wieder was dazu gelernt. Danke euch beiden für eure Ausführungen.

    Gern.
    Ich habe mehrere WordPress-Seiten, die teilweise schon viele Jahre laufen.
    Mit den Spammern und Hackern lege ich mich schon lange an, auch mit Erfolg.
    Aber der Kampf geht nie zu Ende.

    Ich zeige dir hier nur mal einen kleinen Ausschnitt von einer meiner .htaccess-Dateien.
    Aber bitte keine Diskussionen, ob dies so sinvoll ist oder nicht.
    Ich bin ein Mensch der Praxis und ich sehe da Erfolge, aber wie schon gesagt – es endet nie. ;)

  • SilentAero

    WordPress kenne ich auch "ein wenig". 😉

    Die Arbeits- bzw. Funktionsweise solcher "Scanner-Seiten" sind mir aber recht neu, weil ich mich nie damit beschäftigt habe. Solltest du eine Lösung zu deinem Problem finden veröffentlichst du das hoffentlich auch hier?

    Ich zeige dir hier nur mal einen kleinen Ausschnitt von einer meiner .htaccess-Dateien.
    Aber bitte keine Diskussionen, ob dies so sinvoll ist oder nicht.

    Sicherheitsmaßnahmen sind bzw. können oftmals sehr individuell sein. Von daher gibt es von meiner Seite da eigentlich nie Diskussionen. Ich selber habe auch für viele Seiten eine stark angepasste .htaccess.

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