Ich bin für einen deutschen Verband tätig. Aus verständlichen Gründen möchte ich nicht angeben, welcher das ist. Sagen wir mal, es handelt sich um den Südhessischen Turnverband. (Ein Verband ist ein überörtlicher Zusammenschluss von Vereinen.)
Dieser Verband wollte vor ein paar Jahren seinen Vereinen etwas gutes tun und hat ein Angebot geschaffen, mit dem die einzelnen Vereine problemlos (<- hahaha) eine eigene Webseite schaffen können. Ein Unternehmen (ich glaube, es war nur eines) hat sich beworben und den Zuschlag erhalten.
Dieses Unternehmen hat ein absolut unbekanntes CMS genommen und für etwa 750 Vereine Grobgerüste für Internetseiten erstellt, die dann durch jeden Verein selbst befüllt werden konnten. Ob sowas wie eine Multisite-Installation dieses CMS benutzt wurde oder ob eine Standardinstallation hundertfach kopiert wurde, weiß ich nicht, ist eigentlich auch egal. Das CMS wurde gewählt, weil dabei alle Anwender in ein extrem enges Korsett gestopft werden können, das nur ganz wenig Funktionen offen lässt.
Damit die Seiten gefunden werden, mussten entweder Domains zu dem Anbieter übertragen oder DNS-Einträge durch die Anwender selbst angepasst werden.
Die Internetseiten der Vereine umfassen eine Seite mit 0 bis xx News-Beiträgen, im Schnitt ungefähr 10 statische Seiten und einen ganz einfachen Terminkalender. Keine Shops, keine Reservierungssysteme, etc. Theoretisch könnte man so ein System auch mit einem statischen CMS lösen, aber das muss ja nicht sein.
Das Problem: Das damals verwendete CMS ist ein dermaßen alter Hut, dass es heute nicht mehr nachvollziehbar ist, wie die damaligen Entscheidungsträger auf diesen Käse reingefallen sind. Es ist furchtbar in der Bedienung und extrem eingeschränkt. Es gibt keinerlei SEO-Funktionen und man kann nicht mal eine Bildunterschrift reinbringen, was mich als gelernten Journalisten jetzt wirklich stört.
Mit anderen Worten: Jeder, sogar die damaligen Entscheidungsträger, finden das ganze heute (leider erst heute und nicht schon vor fünf Jahren) furchtbar Sch****. Wir möchten so schnell wie möglich (wird aber sicher mehrere Monate bis ein Jahr dauern) von dieser Lösung weg und unseren Vereinen eine bessere Lösung anbieten.
Nun meine Fragen:
I. Wie aufwendig ist es, 750 Internetseiten der o.g. Größe auf Basis von WP zu hosten? Kann man wirklich 750 Unterseiten in eine Multi-Installation packen? Soll ja auch noch annehmbar schnell laufen. (Mit _einer_ Datenbank?) Oder wäre es einfacher, das ganze zu splitten in Multisites zu je 50 oder 100 Vereine?
II. Eigentlich wäre es mein Wunsch, ein einheitliches Theme anzubieten und eine einheitliche Menüstruktur (wobei Menüpunkte gelöscht werden können, wenn ein Verein dazu nichts bietet, oder eigene Menüpunkte (hinten) angefügt werden können). Backups/Restores global und Restore für das, was ein einzelner Verein machen darf, sollten funktionieren und es sollte sichergestellt werden, dass nur von uns „freigegebene“ Plugins verwendet werden können. Das dürfte ja alles kein Problem sein, oder?
III. Oder gibt es für mein Problem eine andere, vielleicht noch professionellere Lösung?
IV. Gibt es irgendwo was zum Thema Multisites, wo ich mich mal richtig einlesen kann?
Vielen Dank für eure Antworten!