(…) Auf meiner Hompage […] bekommt der der Besucher auf der Landingpage zwar ein paar nette Bilder gezeigt, (…)
Auch auf die Gefahr hin, dass Du Dich evtl. gekränkt fühlen könntest, schreibe ich auch hier ganz offene ehrliche Worte dazu und bedenke, alles was ich schreibe, richtet sich in keiner Weise gegen die Abgebildeten persönlich, sondern allenfalls gegen ihre Darstellung, so wie der Mörder im Tatort, ja auch lediglich den Mörder spielt und (im Normalfall) eben keiner ist.
"Nett" finde ich die ausgesuchten Bilder der Diashow auf der Landingpage eher gar nicht, schon die erste Abgebildete mit der Zigarette in der Hand stößt mich mächtig ab, spontane Assoziation -> halbtrockener Ex-Junkie unter Substitution-> Aha, der Fotograf befasst sich evtl. mit Milieustudien, dann die Nackte auf der Straße, spontane Assoziation -> Hausfrau versucht sich als Aktdarstellerin, will vielleicht ihren Partner beschenken oder "musste" Hobbyfotografen(partner?) Modell stehen, dann die mit der Pistole, die geht gar nicht, hier hätte ich normalerweise sofort weggeklickt (es sei denn, es hätte eine bessere, ausgereiftere, evtl. aber auch krassere mein fotografisch/künstlerisches Interesse weckende Bildsprache), spontane Assoziation -> Milieustudie (bzw. gekünstelter Versuch einer solchen) -> Fall einer Borderlinerin im akuten Schub, dann die (Halb)Nackte (Ist das eine Interpretation des berühmt berüchtigten Fotocommunity-Halbaktes?) auf dem Windrad -> gääähhhhn…
Besucht man nun die Unterseiten Deiner HP, hat es den Anschein, als wolltest Du mithilfe dieser Fotos die Dienstleistung des Akt(Portrait)fotografierens als Auftragsarbeit für die mittelalte Frau jenseits gängiger westlicher Schönheitsideale, also quasi die "von nebenan" bewerben, um diese (oder einen Partner oder evtl. auch manchmal Dritte) als zahlende Kundin zu gewinnen und da hast Du sicher nicht nur meiner Meinung nach, ziemlich heftig das Thema verfehlt, zumindest wenn man wirtschaftliche Ziele als Zweck des Ganzen unterstellt und nicht das bloße Anwerben von kostenneutralen weiblichen TFP-((N)akt)Models eines bestimmten Genres.
Die Fotos erfüllen dann aber (für wirtschaftliche Ziele) ihren Zweck nicht (oder allenfalls sehr suboptimal) und für eine fotografische Selbstdarstellung des Spektrums eines (künstlerischen) Fotografen wiederum, sind sie zu seicht, zu amateurhaft verkrampft, zu wenig prägnant im Ausdruck, zu wenig individuell in Stil und Aussage, Fotos mit zu wenig Wiedererkennungswert, es fehlt ihnen eine eindeutige fotografische Handschrift, Schwarzweiß allein ist keine, alle wirken künstlerisch, handwerklich und sogar teils auch technisch irgendwie halbgar, nichts was mein Interesse wecken würde und auch nichts, was das Interesse von Leuten in meinen Umfeld wecken würde, die sich mehr oder weniger professionell mit Fotografie befassen.
Zitat
(…) aber er weiß eigentlich überhaupt nicht, was ich von ihm will. Wie mache ich es, damit kurz und knackig klar wird, dass es um Akt- und Portraitfotografie geht? (…)
Groß und breit dazu schreiben, ganz einfach, auch dass Du diese Dienstleistung überhaupt anbietest und unbedingt gefälligere Bilder zeigen, möglichst auch in Farbe, die Dir (wenigstens eine) größere Zielgruppe(n) erschließen, als nur die wohl eher unökonomische Mikronische, die Du im Moment zu bedienen scheinst.