Preistendenz für Websites

  • Hallo,
    mal ne Frage zur preislichen Entwicklung bei der Erstellung von Websites. Sagen wir mal eine Standard-Unternehmens-Website ( für eine Handwerker-Firma ) mit korrekter Einrichtung des Datenschutzes, basales SEO ( also z.B. Struktureinhaltung, Title-Tags korrekt formulieren ... ), 15 bis 20 Seiten, was dürfte das derzeit ca. kosten?

    2.Frage! Bei einer Website ca. 40 Seiten, 2-sprachig, Newsletter, einige komplexe Strukturen sind über Plugins zu realisieren bzw. anzubinden ( es betrifft den E-Mail-Versand, Ebooks, Webinare, Videolinks ..., einfach ausgedrückt ein Marketingtool ist zu konfigurieren ), was sollte das denn professionell betrachtet kosten dürfen ( professionelle Marktpreise ) ?

    Was meint Ihr dazu, freue mich auf Eure Antworten, besten Dank.

    VG
    alias alhai

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  • Interessant! :)
    Habe gerade mal eine typische Website mit @B&F Webdesign Studio schönem Preisrechner kalkuliert, die ich mit ca. 4T€ veranschlagt hätte. Dort kam 8T€ raus. Ich wäre also nur halb so teuer wie @B&F Webdesign Studio aber immer noch 30x so teuer wie @arnego2 :D:D:D

    Was lernen wir daraus? Die Frage, was eine X-Seiten Webseite kostet ist ungefähr so spezifisch wie die Frage, was ein Auto mit X Türen kostet. Was letztlich Geld kostet ist die Qualität nicht die Quantität. Und bei der Qualität stellt sich die Frage: Welche Qualität? Die der Programmierung, des Designs, des Textes, der Fotografie oder der Konzeption. Ist der Ersteller ein Programmierer oder ein Designer? Oder kann er tatsächlich beides gleich gut? Und wenn ja – kann er denn auch texten und konzeptionell und strategisch denken? Gibt es so einen Menschen überhaupt oder nehme ich besser gleich eine Medienagentur mit 10 MA wo jeder seine Skills hat?

  • Ist der Ersteller ein Programmierer oder ein Designer? Oder kann er tatsächlich beides gleich gut? Und wenn ja – kann er denn auch texten und konzeptionell und strategisch denken?


    Das können steht IMHo auf der gleichen Ebene wie die Zuverlässigkeit.
    Es nützt keinem was wenn der Entwickler der beste der Welt ist aber seine Arbeit aus irgendwelchen Gründen nicht anfangen kann.


  • Was lernen wir daraus?

    Sicherlich em ehesten, dass man Leistungen, die in erster Linie auf Wissen, Begabung und Können basieren, nicht miteinander vergleichen kann. Ich war nie hauptberuflicher Webdesigner oder Webseitenersteller, aber bei diesen möglichen Preisen stellen sich mir die Haare, weil sie bisher meine Vorstellungskraft übertreffen.

    Wie ich finde, stellst Du dazu genau die richtigen Fragen. Was entscheidend sein dürfte ist, welche Ziele der Auftraggeber mit seiner Website verfolgt, welche Gewinne er erzielen möchte und was ihm das Erreichen dieses Zieles Wert ist, was er also investieren will und kann. Wer Kunden für seine Würstchenbude gewinnen möchte wird keine 8000 € für eine Website anlegen, der wird eher jeweils 25 € in der wöchentlichen Stadtteilzeitung ausgeben. Wer bundesweit nach Kunden für seine digitalen Produkte suchr wird sich das Beste heraussuchen und auch vor Investitionen in der genannten Höhe nicht zurück schrecken, denn er will ja ein Vielfaches herauskriegen.

  • aber bei diesen möglichen Preisen stellen sich mir die Haare, weil sie bisher meine Vorstellungskraft übertreffen.

    Schon krass wie die Wahrnehmungen heutzutage sind. Ich finde die Preise noch relativ günstig. Wenn ich dann lesen "20 Seiten für 160€", dann sage ich nur wow, das ist ja nicht mehr günstig sondern schon Arbeiten mit Verlust.

    Auch beim Hosting muss man Hosting für 2 - 3 Euro anbieten um überhaupt Privatkunden zu erhalten und das finden schon einige für zu teuer. Wenn man bedenkt, dass ein Döner heutzutage schon 5€ kostet ist bei den Menschen die Preise für das Internet so derartig eingebrannt, dass niemand auch nur 10€ für das Hosting bezahlen würde.

    Eine Webseite sollte einem Unternehmer 2.000 bis 3.000€ Wert sein. Aber auch hier ist die Branche voll mit Leuten die ein Template nehmen, Bilder austauschen und dann sagen, hier bitte schön, macht 1.000€.

    Kenne auch genug Anwälte die eine professionelle Homepage zu teuer sind, dann lieber von 1und1 die Homepage Maker nehmen.

    *Kopfschüttel*

  • @JABA-Hosting Volle Zustimmung. Bis auf das ICH für meinen Teil keine Webseiten mehr für 2T€ anbiete. Und zu den Anwälten & Co.: Ich kenne auch Leute aus der Branche, die so langsam den Bach runtergehen, weil Sie die Wichtigkeit der Onlinepräsenz nicht verstanden haben.

    @Kurt Singer Mich wundert, dass dir die Preise die Haare zu Berge stehen lassen. Du hast doch selbst einige Webseiten erstellt und weißt, wie viele Stunden Arbeit da drinstecken. Und du hast ein langes Arbeitsleben hinter dir und weißt, was man pro Stunde verdienen muss, um davon gut leben zu können. Auch, wenn du wahrscheinlich bei deinen Webseiten nie auf die Uhr geschaut hast, schätze doch mal den Aufwand deines komplexesten Projekts und multipliziere es mit deinem letzten Stundensatz als Angestellter, dann nimm es (mindestens) Mal 2 (besser Mal 3) und du hast ungefähr den Satz, den ein Selbstständiger veranschlagen muss, um in etwa so gut zurecht zu kommen wie der Angestellte. Oder vielleicht warst du ja auch selber Selbstständig, um so besser. ;)


  • Auch beim Hosting muss man Hosting für 2 - 3 Euro anbieten um überhaupt Privatkunden zu erhalten und das finden schon einige für zu teuer. Wenn man bedenkt, dass ein Döner heutzutage schon 5€ kostet ist bei den Menschen die Preise für das Internet so derartig eingebrannt, dass niemand auch nur 10€ für das Hosting bezahlen würde.

    Es gibt einen erfolgreichen Provider, der das Preismodell Pay what you want https://de.wikipedia.org/wiki/Pay_what_you_want anwendet.
    Ich selbst habe vor ein paar Jahren an einer Preisliste für eine Website für mein Fotostudio gesessen. Ich wollte es für Privatkunden öffnen....
    Mitten in der Kalkulation kam eine Studiokette mit Shootingpreisen für 29,90 in die Stadt. Der Kampfpreis passte hinten und vorne nicht.

    Ich habe dann als Werbegag gesagt, die Kundin, der Kunde bestimmt den Preis. Ich gebe der Kundin die Selbstbestimmung zurück. Was als Gag gedacht war, hatte ich über Jahre bis zur Corona-Pandemie in meinem Studio so angeboten.

    Die Kundinnen haben alle versucht einen fairen Preis zu zahlen. Kunden - gestandene Geschäftsleute - baten fast alle um h i l f e bei der Preisfindung. ich musste nie irgendwelche Vertrauensaktionen fahren. Es wurde nie an der Leistung runter geschraubt. (Alle Shootings waren mit Visa auch bei den Herren! . Wenn das Bild noch nicht im Kasten war, machten wir halt eine Pause sprachen und nahmen den Zeitdruck raus.... Wenn man Privatkunden "Zahle, was du willst" kommt überraschenderweise ein guter Preis raus.

    Hätten die Kundinnen oder die Kunden Shooting eine Stunde gebucht. Wären die Bilder schlechter gewesen.

    Mit diesem Preismodell kaufe ich heute Fonts ein, ich kaufe auch Erweiterungen und Schulungen für bestimmte Softwareprodukte so ein. Und da Null kein FairerPreis ist - geben die Anbieter einen Mindestpreis mit einem + an. Das funktioniert sogar bei https://de.wikipedia.org/wiki/Donationware.

    Man muss "nur" die Kunden begeistern.


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    Mit offenen Augen träumen

  • Es gibt einen erfolgreichen Provider, der das Preismodell Pay what you want

    Dieser Hoster hat auch eine komplett andere Zielgruppe, nämlich Nerds. Nerds zahlen grundsätzlich besser als die klassischen Privatkunden.
    Aber auch dieser Hoster gibt Preisspannung an mit 5 - 10 und 15 €. Wenn da jetzt jemand kommt und den 15 Euro Tarif nur 1 Euro zahlt, dann weiß ich nicht wie der Hoster reagiert. Wobei bei dem Hoster auch keine Domains inkl. sind.

  • "20 Seiten für 160€", dann sage ich nur wow, das ist ja nicht mehr günstig sondern schon Arbeiten mit Verlust.


    In unserem Fall wird eben oft vergessen das wir nicht die gleichen Lebens- und Arbeits kosten haben wie ein Outfit in D.
    was wir nicht selbst hinbekommen lasse ich von Leuten machen bei denen ich weiß das sie es können. Dazu muss ich auch oft die Brücke machen und es auslegen.

  • @jaba Hosting und @meisterleise Bitte nicht mißverstehen: dass sich mir die Haare zu Berg stellen liegt daran, dass ich, wie schon geschrieben, nie wirklich professionell Webseiten erstellt habe. Die wenigen aus meinem Laptop sind im Bekannten- und Freundeskreis verblieben. Die einzige, die einmal wirklich für ein Unternehmen sein sollte, hat mich schlicht überfordert in meinen Fähigkeiten. und ich mußte das dem potentiellen Auftraggeber auch so mitteilen. Also ich halte die Preise nicht für überzogen, sondern ich traure der Zeit nach, dass ich mich nicht intensiv bemüht habe, die Fertigkeiten zu erlangen, solche Websites erstellen zu können. Also bitte mehr als Anerkennung denn als Kritik betrachten :)

  • [FONT=Verdana][size=14]Insgesamt finde ich die Online-Shops in Funktionalität und Design eher bescheiden, manche Mangelhaft andere Ungenügend.
    Der Ersteller einer Website für einen Kunden ist nicht für den Inhalt verantwortlich, nur für die Funktionalität. Ohne Zusammenarbeit mit dem Kunden geht es aber nicht. Das fängt schon bei der Wahl des Themes oder Baukastendesigns an, u. kann sich als unkalkulierbarer Zeitfresser erweisen. Die Anwendung muss ihm auch ordentlich verklickert werden, nicht jeder Ersteller ist automatisch ein guter u. geduldiger Erklärer, Beibringer u. Lehrermeister.
    Die Mehrzahl der Website- u. Facebook-Seitenbetreiber stellt keine Fragen und lernt selten dazu.
    2 Beispiele von vielen:
    Der Inhaber eines Restaurants, postet auf seiner Seite 4 x in der Woche seine Speisekarte auf der schwarz auf weiß steht, was es als Vorspeise u. Tagesmenü gibt und dass alle Speisen wegen C. sowohl abgeholt, als auch geliefert werden können. Jeder will, dass seine Beiträge gesehen werden. Jetzt sag dem mal, dass seine nicht ankommen, weil er aus der Sicht des Algorithmus, immer das gleiche postet. Wenn er also landen will, muss er für mehr Abwechslung sorgen. Eher wird er die Karte 5 x posten, alle Speiseangebote To-Go zur Abholung, als Farbe verwenden.

    Jemand hat ein Buch geschrieben und will es an die Leser bringen. Als Anreiz wurde das Hardcover fotografiert und ins Netz gestellt. Die kleingedruckte Schrift in Pink auf grauem Hintergrund, ist kein Lesevergnügen. Hinterlasst mal ein Kommentar, dass ihr den Text leider nicht gut lesen könnt. Was denkt ihr, wie die Reaktion ausfällt?
    A: Keine Rückmeldung, euer Kommentar wird ignoriert.
    B: Verfasser/in dankt für den Hinweis und fügt dem Bild eine kurze Inhaltsangabe als Beitragstext hinzu.
    C: Verfasser/in: Oh sorry! Wird bei mir prima angezeigt, wenn ich mal Zeit habe, poste ich ein neues Bild. Eine 2. Person (Partner?) lässt wissen: Ich kann es super lesen, alles normal.

    [/SIZE][/FONT]

    Why did the programmer quit his job? Because he didn't get arrays.

  • Wenn er also landen will, muss er für mehr Abwechslung sorgen. Eher wird er die Karte 5 x posten, alle Speiseangebote To-Go zur Abholung, als Farbe verwenden.

    Eine Seite die so gehandhabt wird ändert nicht ihre Position in den SERP außer eben nach unten. Google braucht neuen Content mindestens einmal jährlich muss was an der Seite merkbar gemacht werden.

    Dabei muss man aufpassen das man nicht in die Content Kreativitätsfalle fällt und haufenweise Seiten dazutut die nichts mit dem Restaurant zu tun haben. Zum Beispiel Seiten über Kreative Rezepte. Dann rankt er besser unter kreative Rezepte aber seine eigenen Kunden finden ihn nicht mehr.

  • Eine Seite die so gehandhabt wird ändert nicht ihre Position in den SERP außer eben nach unten. Google braucht neuen Content mindestens einmal jährlich muss was an der Seite merkbar gemacht werden.

    Dabei muss man aufpassen das man nicht in die Content Kreativitätsfalle fällt und haufenweise Seiten dazutut die nichts mit dem Restaurant zu tun haben. Zum Beispiel Seiten über Kreative Rezepte. Dann rankt er besser unter kreative Rezepte aber seine eigenen Kunden finden ihn nicht mehr.

    Dazu konnte ich in Persephones Beitrag nichts lesen, den ich übrigens sehr passend finde.

    Gleich bin ich fertig!

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