Neues Wordpress-Theme programmieren

  • Hi zusammen,

    ich möchte mir für ein eigenes Projekt von Grund auf ein auf meine Zwecke individualisiertes Wordpress-Themen programmieren. Das umfasst in erster Linie:

    - Responsive Design
    - Spezifische Content-Module mit bestimmten Funktionen, die über das Backend gesteuert werden

    Andere Dinge wie bspw. SEO, Newslettering etc. ergänze ich gezielt mit Plugins. Das Thema soll in erster Linie Design und UX besorgen.

    Meine Frage:
    Wie würdet ihr das Projekt angehen? Gibt es bestimmte Web-Frameworks, die berücksichtigt werden müssen, oder wo vielleicht schon ein Bootstrap vorliegt, auf das man aufbauen kann? Gibt es bei den Programmiersprachen neben dem üblichen HTML 5, CSS, PHP irgendwas, worauf man achten sollten?

    Danke!

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  • Wie würdet ihr das Projekt angehen?


    Als erstes das hier komplett lesen: https://developer.wordpress.org/themes/

    Dann im Detail den Code einiger WordPress Standard Themes Twenty Seventeen, Twenty Nineteen, Twenty Twenty u.ä. anhand des Theme Handbook möglichst komplett nachvollziehen.

    Dann hat man im Idealfall verstanden, wie WordPress funktioniert und kann eigene Experimente starten.

  • Danke! Der Entwickler, mit dem ich arbeite, hat schon einiges an WP- und Theme-Erfahrung. Mir ging es eher darum, ob es irgendwelche neuen Trends im Bereich WP oder genereller Web-Entwicklng gibt, die wir beachten sollten. Offensichtlich ist das bei meiner Anfrage nicht rausgekommen, sorry.

    Einmal editiert, zuletzt von Olaf (27. November 2020 um 08:04)

  • Ein über das o.g. Grundwissen hinausgehender relativ aktueller Trend wäre das Verstehen und Erstellen von sog. Blöcken für den WordPress Block-Editor Gutenberg, der sich allerdings seit Veröffentlichung (in allenfalls einem Beta Stadium) mit WordPress 5.0 im Dezember 2018 nach wie vor in einer stetigen Entwicklung befindet und aus Entwickler Sicht als Moving Target mit Breaking Changes zu betrachten ist, was durchaus nicht jeden Entwickler begeistert.

  • Würdet ihr empfehlen, ein jetzt zu entwickelndes, zukunftsfähiges Theme auf Guttenberg auszulegen? Oder kann man noch auf den Standard-Editor und Shortcodes setzen?

  • .. auf ein auf meine Zwecke individualisiertes Wordpress-Themen programmieren.


    Beides hat Vor- und Nachteile. Wähle in Deinem Fall das, was für Deine individuellen Zwecke am besten geeignet ist.

    Stelle Dich darauf ein, dass Du Deinen Entwickler langfristig beschäftigen wirst, da WordPress sich weiter stetig ändern wird.

    Betrachtet man längerfristige "Total Cost of Ownership" wäre statt der angedachten kompletten Eigenentwicklung eines Themes und allen nötigen zukünftigen Anpassungen ggf. ein grob passendes gekauftes Theme mit entspr. Support und Weiterentwicklung durch Dritte auch eine Alternative. Die eine oder andere individuelle Funktion kann man dann auch per eigenem Plugin hinzufügen und muss nur das selbst pflegen (lassen).

  • Danke! Die von dir beschriebene Lösung habe ich im Prinzip jetzt. Aber das Theme hat noch immer viel mehr Funktionen, als ich sie eigentlich brauche, und die, die ich brauche, hat es nicht. Und statt zu entkeren und zu sanieren, schieni es mir sinnvoller, eines von Grund auf zu entwerfen. Plugins als Ergänzung sind ohnehin vorgesehen.

    Persönlich stehe ich auf Kriegsfuß mit Guttenberg. Zum Hintergrund: Es geht um einen Blog mit > fünf Artikeln täglich und bis zu einer Million Aufrufe im Monat. Unser Theme und Backend muss also in erster Linie optimiert sein auf Redakteurs-Bedürfnisse und nicht auf einfachen Webseiten-Bau.


  • ich möchte mir für ein eigenes Projekt von Grund auf ein auf meine Zwecke individualisiertes Wordpress-Themen programmieren. Das umfasst in erster Linie:

    Meine Frage:
    Wie würdet ihr das Projekt angehen? Gibt es bestimmte Web-Frameworks, die berücksichtigt werden müssen, oder wo vielleicht schon ein Bootstrap vorliegt, auf das man aufbauen kann? Gibt es bei den Programmiersprachen neben dem üblichen HTML 5, CSS, PHP irgendwas, worauf man achten sollten?

    Für WordPress (das P wird großgeschrieben) gibt es Blank- oder auch Basic- bzw. Starter-Themes.

    Das Basic-Theme Underscores – auch "_s" genannt – stammt direkt von den WordPress-Entwicklern Automattic. Dieses Theme ist ein sehr minimalistisches Grundgerüst, auf dem Sie Ihr eigenes Design aufbauen können.

    https://underscores.me/
    ^- einfach name für das Theme eingeben und das Grundgerüst herunterladen.

    Etwas modernen in der Entwicklung (Teil deiner zweiten Frage) ist
    https://roots.io/sage/


    und es gibt viele weitere und jede Lösung hat seine Vorteile.

    Mit offenen Augen träumen

  • Das Basic-Theme Underscores – auch "_s" genannt – stammt direkt von den WordPress-Entwicklern Automattic.


    Dazu in einem aktuellen GitHub Ticket von einem Automattic Entwickler:

    Zitat

    Underscores is no longer maintained. ...


    Zur Zukunftsorientierung von Sage ist beim Thema Gutenberg zu beachten:

    Zitat

    Gutenberg support has not yet officially landed in Sage.

    Einmal editiert, zuletzt von b3317133 (26. November 2020 um 18:44)

  • Persönlich stehe ich auf Kriegsfuß mit Guttenberg.


    Wenn man auf Zukunft bauen möchte, dann so nach aktuellen WordPress Core Diskurs (zB WordPress Core Slacks) sollte man sich mit Gutenberg beschäftigen. Hänge derzeit selbst an einem Projekt mit dem Coreteam, weil unbedingt auch Gutenberg funken muss.

    Wordpress weil es spass macht, besonders beim WordPress Meetup in Linz

  • Meine Empfehlung https://wpastra.com/pro/

    WordPress ist "frei" wie in Freiheit es zu nutzen, aber nicht im Sinne von Freibier. Wer also glaubt man bekommt rund um WordPress alles kostenlos, der irrt. Hilfe ist ein Geschenk für das man sich bedankt, dafür gibt es den 'Gefällt mir' Button. Wer das nicht kann und sich selbst nicht zu helfen weiss, muss sich bezahlte Unterstützung suchen.

  • .. um frühzeitig mitzubekommen, wohin die Reise geht ...


    ..und um regelmässig vor Augen geführt zu bekommen, dass die vielgepriesene WordPress Community darauf - sagen wir mal vorsichtig - begrenzten Einfluss hat, die Reiseleiter sind alles Automattic Angestellte... /off topic.

  • es stimmt, viele sind auttomatics angestellte, aber auch viele freie CoderInnen und MitgestalterInnen wirken bei Wordpress direkt mit, ich bin nicht angestellt und konnte schon interessante Schritte begleiten und einbringen. Meine Mitwirkung ist in Training und Orgaprojekte im Wordpress.org Team.

    Wordpress weil es spass macht, besonders beim WordPress Meetup in Linz

  • @Shadow Ja, an solchen Dingen und auch Übersetzungen und anderen nicht-strategischen Entscheidungen darf die Community gerne mitbasteln, aber bei der Reiseroute was/wann/wie in den Core kommt oder auch nicht kommt ist seit spätestens WordPress 5 alleine nur noch die Reiseleitung zuständig, auch wenn gerade in Medien wie der genannten Taverne (die übrigens der Firma Audrey.co gehört, die wiederum Matt Mullenweg gehört) oft das Gegenteil vorgespielt wird. /endgültig off topic.

  • Die Idee mit einem eigenen Theme hatte ich auch schon mal. Doch schnell wieder verworfen. Aufwand und Nutzen steht in keinem Verhältnis. Einen richtigen Weg gibt es sowieso nicht. Aber für einen guten Start sollte man sich die Frage stellen: Was will ich überhaupt? Was sind die Features, die ich überhaupt brauche?

    Computer sind nur dazu da, um Probleme zu lösen, die ohne Computer nicht entstanden wären.

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