Eure Wordpress-Update-Politik/Strategie beim Kunden ?????

  • Hallo Zusammen,

    ich mache mir gerade wieder einmal ernsthaft Gedanken darüber, wie denn eine praktikable und bezahlbare Update-Strategie (Core/Plugins/Theme/ggf. Sprache) für meine Kunden (die das Updategeschäft nicht selbst machen können) aussehen könnte. Am Markt sind mir da unterschiedliche Herangehensweisen begegnet und ich bin sehr an einem Erfahrungsaustausch mit Euch interessiert und wie Ihr das handhabt.
    Folgende Strategien sind mit bekannt:

    1. Maximalstrategie: Alle Auto-Updates sind ausgeschaltet. Die Agentur installiert sämtliche Updates zeitnah händisch, prüft auf Funktion und „repariert“ bei Bedarf. Problem: Sehr teuer und von den meisten Kunden nicht akzeptiert
    2. Minimalstrategie: Core-Updates werden automatisch installiert. Einmal pro Jahr wird das ganze System händisch von der Agentur up-to-date gebracht. Ggf. könnte die Agentur unterjährig wachsam sein, ob für die verwendeten Plugins/Themes Sicherheitsprobleme am Markt bekannt werden und dann den Kunden informieren: Problem: Sicherheitslücken bleiben ggf. lange offen
    3. Trial-and-Error-Strategie: Kunde installiert alle Updates selber (bzw. Auto-Updates) und bei Problemen, soll er sich melden: Problem: Chaos oft vorprogrammiert



    So, jetzt seid Ihr dran. Wie macht Ihr das?

    Herzliche Grüße

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  • Hi pressmax,

    auch die Minimalstrategie reicht nicht aus und kann zu Fehlern führen.

    Aktuelles Beispiel: Das Update bein Backup Plugin BackWPup führte bei einigen dazu, dass Fehler angezeigt werden und das Backup seinen wichtigen Job nicht mehr verrichtet. Ob Kunden bei einem Update dies sofort bemerken und sich melden, ist (etwas) fraglich.

    Es müsste also eine "Zwischenvariante" zwischen 1 und 2 sein.

  • Spannendes Thema! Vorneweg: Ich muß zwar von der WordPresserei nicht leben, möchte aber dennoch stets Übersicht, Ordnung und Sicherheit im knappen Dutzend der von mir privat, ehrenamtlich oder gegen Entgelt betreuten und gepflegten WordPress-Installationen haben...

    Erster Grundsatz: Ich mache alles selbst und manuell. Will sagen, ich erledige Core- und Plugin-Updates stets händisch per FTP. Und zwar schon deshalb, weil ich dabei Dutzende unbenötigter Sprachdateien über Bord werfen kann und das Überklatschen eigener Modifikationen vermeide (Beispiel: In manchen meiner Blogs steht nicht "Hinterlasse einen Kommentar", sondern "Eigenen Senf dazugeben:". Das würde durch ein automatisches Update der Haupt-Sprachdatei wieder zunichte gemacht werden).

    Zweiter Grundsatz: Alle Updates "am Stück" auf allen Installationen machen. Just heute morgen kam eine neue Version des Antispam Bee-Plugins heraus: 1x heruntergeladen, 1x von (Sprachdatei-)Ballast befreit, 10x in die jeweiligen Ordner verteilt, anschließend nebenher FTP mit "HomePump", färddich. So verteilt sich der Aufwand, es sind i.d.R. nur wenige Sekunden bis Minuten Arbeit pro Installation und man hat alles auf dem gleichen Stand.

    Drittens ein Tipp: Da die von mir gewarteten WordPress-Installationen natürlich zumindest teilweise mit unterschiedlichen Plugins und Themes laufen, habe ich in einem nur zu Testzwecken und als Merkzettel dienenden Testblog *alle* von mir irgendwo eingesetzten Plugins installiert (wenn auch nur teilweise aktiviert). Ein dort (und nur dort) eingesetztes "Aufpasser-Plugin" namens "Aktualisierungsalarm" meldet mir per Mail, wenn irgendwo irgendwas (Core, Sprachdateien, Plugins, Themes) zu aktualisieren wäre. Das funktioniert sehr zuverlässig und erspart das regelmäßige Überprüfen der einzelnen Baustellen!

    Die mir insgesamt vielleicht entstehende Mehrarbeit ist der von mir gern entrichtete Preis für das gute Gefühl, daß mir nirgends was "automatisch" aus dem Ruder läuft, was ich womöglich erst viel später mitkriege...

    Beste Grüße,
    Ralph

  • @Gerd-El.: Da würde die "Trial-and-Error"-Strategie die ganze Systemlage wirklich nur verschlimmbessern (wenn, wie von Dir beschrieben, bspw. die Backup-Funktionalität damit ausgehebelt wäre und das zunächst unbemerkt bliebe)

    zonebattler: Du präferierst also Strategie 1. Prüfst Du denn Dein ganzes Dutzend Installationen anschließend auf Funktion? Das Problem ist hier natürlich, wenn der Kunde mich dafür bezahlt, dass ich sein System up-to-date und am Laufen halte, stehe ich auch für die 100%ige Funktion ein. Ein fehlerhafte Funktion, bspw. eines fehlerhaft upgedateten Backupplugins (wie Gerd oben erwähnte), könnte einen dann in Teufels Küche bringen, wenn das Kunden-WP nicht mehr gesichert wird und im Malwarefall keine Sicherung mehr eingespielt werden kann. D.h. man müsste sich für jedes Plugin eine Liste mit Prüftasks entwerfen die man dann jedesmal abarbeitet. Auch kein Spaß und vor allem sehr zeitaufwendig.

  • Natürlich mache ich Funtkionsprüfungen, allerdings können die bei meinen (weniger wichtigen) Projekten eher oberflächlich ausfallen. In der Regel bleiben auftretende Plugin-Probleme den Autoren aber nicht verborgen und werden durch ein schnell nachgeschobenes Update wieder ausgemerzt.

    Datenbanksicherungen mache ich grundsätzlich nicht per Plugin, sondern mit dem bewährten (und seit Jahren unveränderten) "MySQlDumper" (hhttp://www.mysqldumper.de/). Den kann man per Cronjob automatisiert ablaufen lassen, den bringt kein Plugin aus dem Tritt...

    Beste Grüße,
    Ralph

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