bbPress vs. BuddyPress - Was eignet sich für mich besser?

  • Hallo,
    wenn ich auf meiner Seite Nutzern eine Möglichkeit bieten möchte, über Themen zu diskutieren, eignet sich dann besser Buddypress oder bbPress? Es soll modern sein und im Fokus steht der Erfahrungsaustausch.

    Wichtig ist mir das Thema Sicherheit und Suchmaschinenoptimierung, SEO, also das man auch hier ein paar Einstellungsmöglichkeiten hat (Welches der beiden würdet ihr nehmen?).

    Danke für Eure Meinung.

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  • Hallo,

    ich würde es so formulieren, die größtmögliche Kontrolle, für Dich, was im einzelnen abgeht, hat man mit einem Forum. Ein community Netzwerk bietet mehr Möglichkeiten für die User. Je nachdem wie groß dies wird, stellt sich die Frage was bekommt man noch mit, was in Untergruppen überall so los ist.

    Hier hätte ich mal gerne einen Link oder 2 (von einem größeren aktiven Netzwerk und einem Forum), damit man einen besseren Eindruck bekommen kann!

    Gruss Ria

  • Hallo Mathuseo, hallo Ria,

    ist ein soziales Netzwerk aber nicht schon in gewisser Weise ein Forum? Mir erschließt sich der Unterschied noch nicht zu 100%. Mit BuddyPres lassen sich Foren und Gruppen nutzen habe ich gelesen, wo ist denn der Unterschied zwischen einem Forum und einer Gruppe bei BuddyPress? Und gibt es diese Foren bei BuddyPress nur, weil ich dazu noch bbPress installiert habe oder gibt kommt BuddyPress "von Haus aus" schon mit einer Forumfunktionalität?

    Ich meine wenn eine Gruppe einem Forum schon irgendwie ähnelt, habe ich dann mit BuddyPress nicht sowieso schon beides? Wozu dann bbPress?

  • Hi,
    um mal etwas aus der Erfahrung raus zu berichten. Ich biete meinen Usern Beides an. Sowohl Gruppen und soz. Netzwerkkomponenten über Buddypress, als auch ein Forum über bbPress. Das Forum wird so gut wie gar nicht mehr genutzt. Es bilden sich Fachgruppen, wo diskutiert wird. Das ist irgendwie viel dynamischer als ein statisches Forum.

  • Hi nolls,

    danke für's Teilen deiner Erfahrungen. Das heißt du empfiehlst eher BuddyPress mit Gruppenfunktion? Wenn ich es richtig verstanden habe hat BuddyPress ja auch nur ein Forum, wenn ich zusätzlich bbPress installiere, oder?

  • Man sollte eine Anforderung nicht an einer Technologie fest machen!

    Ein Forum hat sicherlich zahlreiche Funktionen, die denen eines "sozialen Netzwerks" in nichts nachstehen. Und ein soziales Netzwerk hat sicherlich Funktionen, die den Austausch der Mitglieder ermöglichen.

    Es kommt also darauf an, was du _genau_ erreichen möchtest. Modernität in welchem Bezug? Technisch oder visuell? Erfahrungen austauschen soll wie stattfinden? Öffentlich, privat, sowohl als auch? Welche weiteren Anforderungen sind gegeben?

    Für die Sicherheit und die SEO bist Du selbst verwantwortlich - das geht mittlerweile überall.

    Es gibt zahlreiche andere Systeme, die nix mit WP zu tun haben und diese Möglichkeiten bieten. Bspw. Elgg als fertige Solution. Mit Flow kann man sich sowas relativ komfortabel selber hochziehen.

    Ansonsten schau Dich mal im Bereich "Collaboration" oder "Groupware" um. :)

    PS: Ich würde beides nicht nutzen, da es im Rahmen einer Blog-Software eingesetzt wird.

  • Hi nolls,

    danke für's Teilen deiner Erfahrungen. Das heißt du empfiehlst eher BuddyPress mit Gruppenfunktion? Wenn ich es richtig verstanden habe hat BuddyPress ja auch nur ein Forum, wenn ich zusätzlich bbPress installiere, oder?

    Buddypress hat den Vorteil (der auch von meinen Usern genutzt wird) das man zwischen öffentlichen, privaten und versteckten Gruppen/Beiträgen unterscheiden kann, das ist halt in "normalen" Foren nicht oder nur bedingt durch Rollen enthalten. Zusätzlich hat man die Möglichkeit in BP Foren in Gruppen einzurichten. Aber wie F1 schon sagt, es kommt darauf an, was du damit machen willst.

  • Hallo und danke für Eure Antworten.

    Ihr habt natürlich Recht, die Software muss an die Anforderungen passen und nicht andersherum. Zumindest in 90% aller Fälle. Im Low-Budget-Segment ist es aber andersherum und eine gewisse Kompromissbereitschaft sollte vorhanden sein Ideen umzusetzen.

    Der Vorteil Wordpress einzusetzen: Das System ist mir in den Grundlagen weitestgehend bekannt. Ich muss mich nicht in ein neues System einarbeiten (z.B. Typo3 Flow). bbPress und/ oder BuddyPress ist mir neu, erscheint mir aber von der "Einarbeitungszeit" geringer als mich in ein komplettes System einzuarbeiten.

    Die Anforderungen: Die jetzige Seite baut auf ein Bezahlsystem für Content. Großer Schmarn wie sich herausgestellt hat. Jetzt soll der Switch davon hin zu Free-Content + Web2.0-Funktionalität in Kombination mit Werbung die Seite beleben. Der große Vorteil: Die Betreuung der Community wird von jemanden übernommen, den das Thema der Seite sehr am Herzen liegt und viel Herzblut investiert. Ich halte das für wichtig bei einer Community, Forum oder eben Social Network.

    Daher fiel die Entscheidung etwas mit Wordpress zu machen (Kompetenzen vorhanden) und etwas womit man durch seine Affinität zum Thema andere mitreisen kann (Forum, Social Network, etc.). Mehr Anforderungen gibt es eigentlich nicht, außer all die, die dies umschließt. Und die Möglichkeit SEO-Einstellungen vorzunehmen, wie oben erwähnt.

    Oder fahre ich mit dem Vorgehen die Karre schon jetzt gen Mist?

  • Oder fahre ich mit dem Vorgehen die Karre schon jetzt gen Mist?

    Bedingt. :)

    Selbst ohne Budget sollte das Anliegen oder die Anforderung vorne stehen. Ziele setzen, Konzept machen.

    Ich kann Dir mal kurz launchr.com empfehlen - dort kannst Du mit wenigen Mausklicks einen Zugriff auf verschiedene, unterstützte Syteme bekommen. Typo3, Neos, Magento, Tiki, Joomla und Drupal gibts.

    Das Thema "ich komm mit WordPress zurecht" ist relativ dürftig, denn besonders bei "Communities" kommt man selten um einen Individualisierungsaufwand herum. Sowohl BuddyPress als auch bbPress haben ihre Eigenheiten und die erschließen sich nicht unbedingt beim ersten Blick.

    Drupal könnte Dir in Deinem Projekt durchaus gefallen. Der Einarbeitungsaufwand ist natürlich gegeben, aber aus meiner Erfahrung heraus nicht so umfangreich wie bspw. bei Typo3 (Baustelle TypoScript und insbesondere die Grid Elements/Fluid). Drupal wird auch und besonders gern bei... Communities ist der falsche Begriff... sobald ein Usermanagement gefordert ist, eingesetzt. Vor allem aber gibt es ein Modul (bzw. wandert die Funktion in den Core), mit dem man beliebige Datenbanktabellen sehr komfortabel in die Webseite einbinden kann (Views). Es verfolgt auch ein anderes Konzept (was ich persönlich nicht sonderlich mag, aber die Redakteure eben). Eine "kleine" Alternative zu Drupal ist concrete5. Module und Erweiterungen gibt es dort zu hauf und Blick schadet sicherlich nichts.

  • Hallo formateins,

    danke für deine Antwort. Ich werde mir launchr.com und die weiter von dir genannten Alternativen einmal genauer anschauen.

    Drupal ist ja aber auch schon eher ein klassisches CMS mit Hauptanwendung auf Website-Erstellung, oder? So ganz erschließt sich mir dadurch der Vorteil gegenüber der Kombi Wordpress-Buddypress noch nicht. Wobei natürlich die Funktion zum modellieren von SQL-Abfragen eine klasse Sache ist, die ich mir auch in WP wünschen würde (gibt es aber wahrscheinlich auch schon als Plugin). Wie es mir nun genau für meine Idee von interaktiven Inhalten einer Nutzer-Community weiterhilft, ergibt sich wahrscheinlich wie üblich erst wenn man bei weniger flexiblen Systemen vor Problemen steht :D

    Nochmal kurz zu meiner dürftigen Aussage "ich komm mit Wordpress zurecht": PHP-Kenntnisse sind vorhanden. Die Grundsprachen im Web eigentlich auch (HTML, CSS, JavaScript auch aber eher im Rahmen von Frameworks wie jQuery, mit AJAX ich auch schon gearbeitet, MySQL) aber was wahrscheinlich viel wichtiger ist, ich kenne die grundlegende Arbeitsweise von Wordpress, sprich wie ist das System aufgebaut und wie arbeitet es, wie passe ich meine styles an, wie nutze ich hooks und ähnliches wo ich mir vorstelle das könnte für die Implementierung eines sozialen Netzwerks (oder eben Forums) mit Wordpress ausreichen. Wahrscheinlich würde ich in einer Prüfung, in der du mir die zehn schwierigsten Fragen zur Technik von Wordpress stellst, gnadenlos versagen aber ist Buddypress und/ oder bbPres wirklich so kompliziert oder anders formuliert: Erfordert es derart viele und vor allem tiefgreifende Aufwendungen das Teil halbwegs anständig zum laufen zu bringen, dass es definitiv nicht empfehlenswert ist damit zu arbeiten?

  • Drupal liegt schon eher auf Enterprise-Niveau wie andere Derivate. Aber da streiten sich noch die Gemüter. Typo3 ist Defacto ein Enterprise-WCMS, no need to discuss.

    Stell Dir mal eine andere Frage: Willst Du wissen, was Dein System bzw. Deine Installation macht oder vertraust Du blind auf Plugins/Extensions oder Themes?

    Besonders, wenn es um eine komplexere Plattform geht, sollte man umso besser bescheid wissen. Wenn dann auch noch Benutzer involviert sind... ganz heikle Sache. Weil wenn da mal was schief läuft, läuft die Community ganz schnell. Okok, Facebook is was anderes. Da maulen se auch ständig rum, bleiben aber trotzdem. :D

    Unterm Strich sollte man bescheid wissen. Was macht BuddyPress mit WordPress, bzw. wie wird WordPress intrumentalisiert? Ein Forum mutet da erstmal etwas einfacher an, aber auch dort ist der Hund schnell begraben. Aus dem Grund zeige ich gerne auf designiert bessere Lösungen, auch wenn da die selbe Frage im Raum steht. Erweiterbarkeit hat seinen Preis... oder vielleicht mehrere Preise, je nach dem.

    Es gibt davon abgesehen immer verschiedene Faktoren, an denen man fest macht, welches System seinen Einsatz finden sollte.

    Mein persönliches Beispiel:
    Anno 2003 gab es ein Budget von mehr als 30.000 EUR für ein Großprojekt mit relativ heftigen Anforderungen (heute lacht man da eher drüber). Ich bekam als Angestellter den Auftrag, ein mögliches Open Source System zu ermitteln. Ja, damals war das noch recht überschaubar. Und egal wen ich gefragt habe - ständig kam der Fingerzeig auf teilweise immens teure Lizenz-CMS wie Interred, VIP Gauss, Red Dot und so weiter. Die damaligen Open Source-Lösungen waren eher dürftig und als Business-CMS undenkbar. Bis ich irgendwie plötzlich im Newsreader vom Usenet in einer Typo3-Liste landete (jaja, da kann man nach wie vor teilweise noch richtig dolle Sachen finden, total legal!). Kurzerhand runtergeladen und nach 2 Tagen (!) eine erste saubere Installation hinbekommen. Ohne Umschweife hat mich eines direkt überzeugt: TypoScript als "Konfigurationssprache". Denn damit konnte man grundsätzlich alles im System bewerkstelligen, OHNE einen realen Programmieraufwand tätigen zu müssen. Die Auflagen des Kunden waren seitens eines Dachverbandes seinerzeit nicht unerheblich. Aber selbst die individuellen Dinge konnte man dann im Rahmen einer Extension sehr komfortabel angehen. Wenngleich auch die mangelnde Dokumentation da stellenweise echt hart gewesen ist.

    Konsens: Der Kunde hat horrende Lizenzkosten gespart, eine 100%-Umsetzung seiner Anforderungen ohne Einschränkungen erhalten und die Webseite nebst Intranet läuft heute immer noch unter dem System. Mit geringem Pflegeaufwand. Für mich war der Tag ein Wendepunkt, an dem mein Chef mich fragte: "Bist Du Dir zu 1000% sicher, dass das mit Typo3 alles hinhaut?".

    Deswegen: keine Angst vor den vielzitierten "Böhmischen Dörfern". Wenn Du Grundkenntnisse im Web hast, kann man sich einarbeiten. WordPress sorgt genauso für Rückschläge im Lernprozess wie andere Systeme auch. Und Du hast sehr viele Vorteile mit einem "echten" CMS. Vor allem keine Beschränkung mehr auf 1 einzelnes Inhaltselement pro Seite.

    PS: Typo3 ist in Sachen Content Elemente seit 4.5 (und den Gridelements) sehr viel weiter nach vorne gekommen. Tabs, Accordions, Slider und all die anderen dynamischen Elemente lassen sich problemlos... nein, nicht ganz, weil man muss TypoScript beherrschen... und ganz individuell umsetzen. Bei Drupal, concrete5, modX und so weiter geht das natürlich auch, aber hier muss man dann doch wieder etwas tiefer in die Programmierung abtauchen.

    So, genug Wall-of-Text.

  • Hey format1 oder alle anderen,

    sind denn in Deutschland Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von BuddyPress bekannt? Für bbPress dürfte es Beispiel en masse geben aber gibt es auch Beispiele für erfolgreiche deutsche Webseiten unter Einsatz einer Community/ Social Networks auf Basis von BuddyPress?

    Vielleicht noch als Hinweis: Ich definiere "erfolgreich" nicht als Konkurrent für Facebook ;) Vielmehr geht es mir um die regelmäßige Nutzung des Netzwerks der Community. Kennt jemand ein solches Beispiel?

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