Besucher IP loggen oder nicht

  • Hallo zusammen.

    Ich bin gerade im Kundenbereich meines Webhosting-Providers über den Punkt gestolpert, an dem ich konfigurieren kann, ob Besucher IPs gelogged werden sollen oder nicht. Konkret kann ich hier einstellen, ob in dem für mich zugreifbaren Logs die IPs der Besucher drinstehen oder nicht.

    Mich selbst interessieren die IPs der Besucher bisher herzlich wenig und ich habe diese Einstellung auf "IP nicht loggen" gesetzt. Doch bin ich durch die Diskussionen um die Vorratsdatenspeicherung und Bestandsdatenauskunft in der letzten Zeit etwas unsicher, ob ich nicht dazu gezwungen bin die IPs der Besucher zu loggen. :confused:

    Ich betreibe zwei private Blogs mit denen ich kein kommerzielles Interesse verfolge. Muss ich die IPs loggen oder kann ich darauf verzichten?

    Vielleicht könnt ihr mir hierbei auf die Sprünge helfen.

    MfG
    Hetmann

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  • Ich würde das Speichern der IP-Adressen abraten. Falls das gemacht wird, muss das unter Datenschutz vermerkt werden. Wenn jemand dazu verpflichtet ist, dann nur Provider.

  • Hi,

    ja ich sehe die Sache ähnlich.

    Als "normaler" Webspace User kann man darauf verzichten, zumal der Provider anhand der Serverlogs eh die IP bereits erfasst hat, sobald die Webseite aufgerufen wird.

    Doch das in Datenschutzbestimmungen für die eigene Webseite aufführen?
    Wie soll das aussehen?

    Liebe Besucher, ich bin beim Provider xy und sobald ihr diesen Text lesen könnt, ist eure IP bereits bekannt und beim Provider erfasst?

    Ich denke das wäre etwas zuviel des guten und man kann ja als Websitebetreiber nichts für die Infrastruktur und Handlungsweise seines Providers.

    In Sachen Google Analytics und Piwik vehält es sich allerdings anders. Da sollte man als Websitebetreiber den Besucher schon darauf aufmerksam machen, dass IPs (egals ob anonymisiert, oder nicht) für Statistiken gepeichert werden. ;)

    Bitte keine Fragen per PM, oder Foren-Chat. Für Fragen ist das öffentliche Forum da. Meine Uerdinger Seite

  • Danke für eure Antworten.

    Ich habe das IP-Logging nun deaktiviert. Auch in den von mir verwendeten Plugins wird die IP Adresse maskiert.

    Viele Grüße

    Hetmann

  • Es ist sogar rechtlich fraglich, ob man das loggen der IP überhaupt per AGB-Hinweis legalisieren kann.
    Nach Deutschem Recht ist es nämlich nur dann erlaubt, wenn es zur ABrechnung von Nöten ist.
    Und dass ist es bei Webseiten wohl nie.

    Wenn man vom Staat genötigt wird IP-Daten rauszurücken, kann man hinterher dennoch vom Opfer zivil erfolgreich verklagt werden. Irrelevant ob das Opfer aufgrund dessen was es tat strafrechtlich oder Zivil verurteilt wurde.

    Fazit: Hat man Daten, kann man anscheinend zur Herausgabe gezwungen werden, und dennoch anschließen von einem Gericht dafür verurteilt werden.

    Es gibt keine Loggingpflicht, also würde ich es nicht machen.
    Auch, oder erst recht nicht, wenn die Webseite z.B. Suizid zum Thema hat, und es kein Verbot der Ankündigung und Verabredung gibt.
    Es ist absolut legal wenn die Polizei vor der Türe steht, und etwas von "Gefahr im Verzug" faselt, die Türe zu schließen, und die Hilfe zu verweigern.Es ist absolut legal, vorsätzlich wegen der Wahrscheinlichkeit einer solchen Situation das IP-Logging zu deaktivieren.
    Auch wenn man denen ins Gesicht sagt, dass man das Logging nur wegen der Möglichkeit deaktiviert hat, kann die Polizei da nichts machen.


    Man kann den Nutzern auch ganz offen sagen, dass man keine Email-Verfizierung betreibt.
    Frage: Muss man eigentlich eine EMail zur Registrierung verlangen? Wäre ja auch nicht schlecht, wenn man einstellen kann, dass dies nicht nötig ist.
    Oder den Tipp geben, wie man mit TOR-Browser nicht Rückverfolgbar ist.


    Schön wäre noch ein Plugin dass die Beitragszeit ungenauer macht.
    Nicht mehr auf die Minute genau, sondern z.B. nur noch alle 15 Minuten.
    Oder jede Stunde.
    Ich bin kein Servercrack, aber ich könnte mir vorstellen dass es einen Logg des Shared-Space-Webservers gibt, der IPs der Besucher meines Webspace loggt.
    Und wenn so eine Seite vor sich hin dümpelt, könnte der Webhoster evtl. nachsehen welche IP zum Zeitpunkt des Eintrages auf den Webspace zugriffen hat, und so eine IP an die Polizei weitergeben.
    Das Plugin könnte einem die Wahl der Ungenauigkeitsstufe lassen (Stunde, Tageszeit, Tag, ...), und einen Automatikmodus anhand der Zugriffszahlen bieten.
    Wenn sie mehr als eine IP für eine Zeit finden (gibt ja keine Millisekundengenauen Loggs), müssten sie zu mehreren Nutzern nach Hause fahren...
    Zumindest in dem Beispiel gibt es keinerlei Straftaten, daher könnten die das dem Webseitenbetreiber nicht in Rechnung stellen, oder ihn später verurteilen.

    Einmal editiert, zuletzt von Tobias Claren (9. November 2013 um 02:22)

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