Wordpress oder Shopify?

  • Hallo,

    ich möchte mit einem Partner ein Abo-Modell im Bereich Textilien anbieten. Uns stellt sich nun die Frage, ob wir unseren Onlineshop mit Wordpress oder Shopify aufbauen. Leider kennen wir uns nicht besonders gut aus mit Wordpress und können deshalb zu folgenden Fragen bisher keine Aussage treffen:

    - Für Shopify muss man monatlich 9 bis 179$ zahlen, hinzu kommt eine prozentuale Transaktionsgebühr bei jedem Verkauf (2% zunächst). Wie hoch sind die Kosten bei Wordpress? Wenn ich beispielsweise das Bridge Theme verwenden möchte: würden lediglich die prominent auf der Webseite ausgeschriebenen 19$ monatlich anfallen? Oder ist es üblich, weitere Gebühren wie z.B. Transaktionsgebühren wie bei Shopify zu verlangen? Wie gut ist der Service bei so beliebten Wordpress-Themes wie das Bridge Theme?

    - Ist es insgesamt einfacher Shopify zu bedienen, wenn man keinerlei Programmierkenntnisse hat und auch finanziell möglichst lean starten möchte?

    - Ist es einfacher, Themes mit Wordpress zu customizen (z.B. die Option, ein bestimmtes Geschenkpapier zu wählen) als mit Shopify?

    - Es scheint für Wordpress deutlich mehr Subscription-Plugins zu geben als für Shopify. Sind diese auch bedenkenlos in der EU anwendbar?

    - Gibt es sonst irgendwelche Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten, die wir unbedingt bedenken sollten?


    Ich würde mich über Antworten zu den Fragen von mir riesig freuen!

    Liebe Grüße,
    Leon

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  • - Für Shopify muss man monatlich 9 bis 179$ zahlen, hinzu kommt eine prozentuale Transaktionsgebühr bei jedem Verkauf (2% zunächst).

    ist die Abbildung von eurem Abo-Modell möglich?



    Wie hoch sind die Kosten bei Wordpress?

    WordPress kostet NULL Euro. Für die rechtliche Abbildung der Gesetze gibt es kostenpflichtige Plugins.

    Beispiel
    https://marketpress.de/product/woocommerce-german-market/

    Der selbst gehostet WordPress basierte Shop benötigt WebSpace. Dieser kostet eine monatliche Gebühr. Im eCommerce benötigt man dann eine SSL Verschlüsselung, die in der Regel auch eine geringe Gebühr kostet.

    Dann gibt es für WordPress einige Dienstleister, die für euch die Wartung übernehmen. auch diese nehmen eine Gebühr zwischen 30 und 200 Euro / Monat. je nach Wartungsaufwand.


    Auch hier lautet die Frage: ist die Abbildung von eurem Abo-Modell möglich?


    Wenn ich beispielsweise das Bridge Theme verwenden möchte: würden lediglich die prominent auf der Webseite ausgeschriebenen 19$ monatlich anfallen? Oder ist es üblich, weitere Gebühren wie z.B. Transaktionsgebühren wie bei Shopify zu verlangen? Wie gut ist der Service bei so beliebten Wordpress-Themes wie das Bridge Theme?

    ich kenne das "so beliebte" Wordpress-Themes wie das Bridge Theme leider nicht. In der Regel kostet ein Theme eine einmalige Summe x. Hier einfach den Autor fragen, was er sich vorstellt.


    - Ist es insgesamt einfacher Shopify zu bedienen, wenn man keinerlei Programmierkenntnisse hat und auch finanziell möglichst lean starten möchte?

    Shopify ist super einfach in der Bedienung.


    - Ist es einfacher, Themes mit Wordpress zu customizen (z.B. die Option, ein bestimmtes Geschenkpapier zu wählen) als mit Shopify?

    - Es scheint für Wordpress deutlich mehr Subscription-Plugins zu geben als für Shopify. Sind diese auch bedenkenlos in der EU anwendbar?

    - Gibt es sonst irgendwelche Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten, die wir unbedingt bedenken sollten?

    Bei "ich möchte mit einem Partner ein Abo-Modell im Bereich Textilien anbieten." würde mir weder Wordpress noch Shopify einfallen. Aber beide sind sicherlich vergleichbar gut. oder schlecht.

    bei einem eCommerce Start-up prüfe ich in der Regel nach dieser Anleitung
    http://www.karlkratz.de/onlinemarketin…ethode-webshop/
    den "Bedarf"

    Mit welchen abo-zahlen muss ich rechnen, wieviele pakete versende ich am tag. wenn ich zum beispiel eine last von 60 lieferungen am tag habe ... habe ich andere fragen... ganz andere...bei abo selbstverständlich auch rechtliche.

    /*
    Eine Gruppe niederländischer Design- und Modeproduzenten hat genug von den teuren Designer-Jeans, die mit giftigen Farbstoffen unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt und nach ein, zwei Jahren Tragezeit im Müll entsorgt werden. Sie gründen MUD Jeans. Bei MUD kann man Jeans online LEASEN. Für 9 Euro pro Monat bekommt man ein Beinkleid aus zertifizierter Fair-Trade-Bio-Baumwolle, schonend gefärbt, zu fairen Löhnen produziert, hundert Prozent recycelbar .
    */

    Der Shop basiert auf WordPress: http://www.mudjeans.eu/


    Diese Jeans würde ich LEASEN - aber bekleidung im Abo ... socken zum Beispiel - nö warum? Ergo, bevor ich Geld für einen Shop ausgebe, prüfe ich, ob mein Geschäftsmodel funktioniert. Dies geht mit WordPress super einfach...

    Viel Erfolg.

    Ralf

    Mit offenen Augen träumen

  • Besten Dank für die ausführliche Antwort!

    Die Abbildung des Abo-Modells ist in unserem Shopif-Theme möglich - allerdings sieht die Lösung von Paywhirl nicht besonders ansprechend aus. Wir würden es am liebsten so haben wie bei http://www.sockfancy.com, wo man Schritt für Schritt recht intuitiv seine Präferenzen angeben kann.

    [COLOR=#333333]"wenn ich zum beispiel eine last von 60 lieferungen am tag habe ... habe ich andere fragen... ganz andere..." - darf ich fragen, was damit gemeint ist (außer rechtliche Fragen)? Ist das bezogen auf einen Anbieter wie Shopify, der für solche Liefermengen nicht mehr geeignet ist?
    [/COLOR]


  • Die Abbildung des Abo-Modells ist in unserem Shopif-Theme möglich - allerdings sieht die Lösung von Paywhirl nicht besonders ansprechend aus. Wir würden es am liebsten so haben wie bei http://www.sockfancy.com, wo man Schritt für Schritt recht intuitiv seine Präferenzen angeben kann.

    Wenn man Umsätze mit seinem Shop erziehlen möchte - muss sich die Frage stellen: „Wie formuliere ich vor allem meine Startseite so, dass sie einen potenziellen Kunden mit dem ersten Satz sofort an der Krawatte packt und möglichst bis zur Bestellung nicht wieder los lässt?“

    Wenn man wirklich Socken im Abo anbieten möchte - gefällt mir das Orginal besser
    https://www.blacksocks.com/eu/de/socken-abo-shop


    [COLOR=#333333]"wenn ich zum beispiel eine last von 60 lieferungen am tag habe ... habe ich andere fragen... ganz andere..." - darf ich fragen, was damit gemeint ist (außer rechtliche Fragen)? Ist das bezogen auf einen Anbieter wie Shopify, der für solche Liefermengen nicht mehr geeignet ist?
    [/COLOR]

    Einfach eine Kundenbestellung mit dem gewünschten System durchführen. Wenn die Abo-Modelle im Shop abgebildet werden können - einfach mal so eine Abo-Bestellung aus Sicht des Shopbetreibes durch gehen.

    1. Kunde bestellt
    - Frage wie bezahlt der Kunde die Bestellung - im Abo?!
    - wie kommt das Geld auf mein Konto
    - wie bekomme ich dies in meine FiBu?

    2. Auftragsbestätigung
    - wie nehme ich den Auftrag an, wie bestätige ich den Auftrag - macht dies mein Shop-System oder die Faktura.

    3. man möchte den Kunden nun beliefern.
    - wie bekommt der Kunde seinen Lieferschein und seine Rechnung? Wer erstellt diese?
    - Verpackung - wie kommt der Paketaufkleber auf das Paket und die Adresse auf den Aufkleber?

    Bei einem Lebensmittel-Abo geht dies super einfach - hier ein Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=MB6Tn3wf5j0
    ab 2:59 siehst du, wie zwei Mitarbeiter an den Boxen vorbei laufen und diese befüllen.

    Bei Socken kannst du nicht einfach in jede Box Größe 45 legen und hoffen, dass dies schon passt :) sondern die richtige Größe für den richtigen Kunden verpacken.

    Du benötigt an dieser Stelle ein funktionierendes Qualitätsmanagement - Damit Kunde A nicht das Abo von Kunde B erhält.

    Ich versende nur etwas über 2500 Pakete im Jahr... da ich in der Regel Speergut versende - und auf Wunschtermin liefere - kommt der Kurrierdienst Nachmittags um ca. 17 Uhr und holt die Lieferung ab. Aber selbstverständlich nur die Pakete, die er schon im System hatte. Die Frage war bei mir: Wie bekomme ich meine Lieferung am Wunchtermin zum Kunden.

    Mein Logistikpartner hat mir seine Schnittstelle erklärt - und die Frage ist: wie kommt das Paket in sein System.

    4. hier mal ein Erfahrungsbericht aus einem eCommerce Projekt
    https://vimeo.com/133527706

    5. usw...

    Und dabei unbedingt die Zeit messen und dann den Aufwand mit dem Ergebnis vergleichen...


    Viel Erfolg mit der Zettelwirtschaft

    cu

    Ralf

    Mit offenen Augen träumen

  • ich bin gerade dabei, mir gedanken um einen Shop zu machen. Mir stellt sich die Frage ob das überhaupt sinn macht, wenn die Konkurrenz doch schon sehr groß ist? Kosten sind ja nicht zu verachten. Es geht um Kaminöfen und Speicheröfen.

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  • ich bin gerade dabei, mir gedanken um einen Shop zu machen. Mir stellt sich die Frage ob das überhaupt sinn macht, wenn die Konkurrenz doch schon sehr groß ist? Kosten sind ja nicht zu verachten. Es geht um Kaminöfen und Speicheröfen.

    Sicher macht das Sinn. Bieten Sie in Ihrem Shop Zusatzprodukte an. Wie Kaminbestecke, Schutzgitter gegen Funkenflug, etc. Sie brauchen diese Produkte nicht mal selbst zu haben. Nutzen Sie dazu Dropshipping.
    Dabei machen Sie in ihrem Blog immer wieder aufmerksam mit Tipps zum richtigen bedienen eines Kamins und somit auf Ihre Dienstleistungen und Produkte.

    Thomas Fanselow

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