Preisgestaltung - Gewerbliche Tätigkeit (Web)

  • Ich habe mich im letzten Jahr Selbständig gemacht, das ganze als Kleingewerbetreibender bis 17.500 Euro Umsatz im Jahr.

    Jetzt bin nun nach mehrere Möglichkeiten der Preisgestaltung an einen Punkt gekommen, wo ich nicht genau weiß wie ich was machen soll.

    Es geht um genauer zu sein, um den Tipp den ich von einem Kollegen bekommen habe.
    Es gibt die AGD (Allianz Deutscher Designer) wo es unter anderem ein Buch über Vergütungstarifvertrag Design gibt.
    Ein weitere Kollegen sagte mir, man sollte seine Preise danach ausrichten.


    Wie macht ihr das....?

    Antworten und weitere Kommunikation gerne auch via privater Nachrichten, ggf. auch via ICQ etc.!

    • Anzeige

    Hallo!

    Wenn du gerade an deiner Website arbeitest oder dein aktuelles Hosting überdenkst: Wir betreiben mit NetzLiving eine Hosting-Plattform, die speziell auf Performance, Sicherheit und einfache Verwaltung ausgelegt ist.

    • ✔️ Schnelle Ladezeiten (optimiert für WordPress & Co.)
    • ✔️ Deutsche Server & DSGVO-konform
    • ✔️ Persönlicher Support (kein 0815-Ticket-System)

    Mehr erfahren

  • Das Buch ist sicher, wie auch im Text beschrieben, eine Orientierung...mehr aber auch nicht. Es dürfte dir aber dabei helfen deine Preise zu kalkulieren.

    17.500 Umsatz mag erstmal als Summe viel klingen, auf 12 Monate verteilt ist es doch eher mager. Musst du davon leben?

    Ich habe lange im Vorfeld kalkuliert bevor ich mich "damals" selbstständig gemacht habe. Das war ein langer Prozess, immerhin spielt da eine Menge rein.

    Gruß
    Mo

  • Du mußt deine Preise an deinen tatsächlichen Ausgaben orientieren, nicht an irgendwelchen Listen. Also rechne großzügig aus, wieviel du im Monat einnehmen mußt, dann kennst du in Verhandlungen deine Untergrenze.

    Alles darüber hinaus ist reine Erfahrung und Verhandlungsgeschick.

  • Das Buch ist sicher, wie auch im Text beschrieben, eine Orientierung...mehr aber auch nicht. Es dürfte dir aber dabei helfen deine Preise zu kalkulieren.

    17.500 Umsatz mag erstmal als Summe viel klingen, auf 12 Monate verteilt ist es doch eher mager. Musst du davon leben?

    Ich habe lange im Vorfeld kalkuliert bevor ich mich "damals" selbstständig gemacht habe. Das war ein langer Prozess, immerhin spielt da eine Menge rein.

    Gruß
    Mo


    Nein, davon leben muss ich zum Glück noch nicht.
    Ziel ist es aber schon mit meinen IT-Dienstleistungen einen guten Umsatz zu erzielen, um davon leben zu können.

  • Nein, davon leben muss ich zum Glück noch nicht.
    Ziel ist es aber schon mit meinen IT-Dienstleistungen einen guten Umsatz zu erzielen, um davon leben zu können.

    Von Umsatz kann man nicht leben ;)

    Das was unterm Strich für dich bleibt ist der Gewinn. :)

    Gruß
    Mo

  • Von Umsatz kann man nicht leben ;)

    Das was unterm Strich für dich bleibt ist der Gewinn. :)

    Gruß
    Mo


    Ich habe schon immer versucht meine Ausgaben so gering ausfallen zu lassen, wie es nur geht.
    Da ich derzeit von Zuhause aus arbeite und keine Extrakosten für Büro, Telefon, DSL etc. habe, ist der Teil den ich vom Gesamtumsatz abziehen müsste sehr gering.

    Aber wie schon gesagt, derzeit muss ich noch nicht davon leben. Mein Ziel ist es aber weiterhin daran zu arbeiten, um in naher Zukunft auf eigenen Beiden stehen zu können oder aber mit meinem Dienstleistungen einen guten Nebenverdienst zu erlangen.

    In Anbetracht der Tatsache, das ich im Bereich der Dienstleistungen die ich anbiete keine Ausbildung gemacht und mir alles selbst beigebracht haben und unter der Voraussetzung das mein Konzept mit einer Bürogemeinschaft, ob real oder nur virtuell aufgeht, kann ich davon ausgehen das mein Plan eine Zukunft hat.

  • Du solltest jetzt schon so kalkulieren, als ob du all diese Ausgaben hast. Klingt komisch hat aber zwei gute Gründe.

    1. du kannst dir ein kleines Polster schaffen um später dann z.B. den Umzug und die Einrichtung eines eigenen Büros zu stemmen

    Dein Polster sollte so groß sein, dass es dir auch möglich wäre nach einem Totalverlust deiner Arbeitsutensilien ad hoc Ersatz zu beschaffen.

    2. du musst nicht von einem Tag auf den anderen deine Preise vervielfachen um die nun anlaufenden Ausgaben zu decken

    Es dürfte nahezu unmöglich sein einem Kunden zu erklären, warum er auf einmal statt z.B. 300 EUR 1000 EUR für die gleiche Leistung zahlen muss. Entweder arbeitest defizitär oder du verlierst den Kunden.

    Mir fällt noch ein dritter Grund ein: Du musst noch keine finale Kalkulation haben. Die gibt es zwar eh nicht, da die Ausgaben nie konstant sind, jedoch hast du im Moment noch die Möglichkeit dich (ein wenig) zu verkalkulieren.
    Solltest du einen Punkt vergessen haben, bedeutet dass nicht gleich, dass dein einen Monat Kühlschrank leer bleibt.

    Gruß
    Mo


  • Teilweise stimme ich dir zu, teilweise aber auch nicht.

    Das Synonym "defizitär" das du verwendet, habe ich schon irgendwo gehört, spontan kann ich damit aber leider nicht viel anfangen.
    Was genau meinst du damit, meine mich erinnern zu können das es mehrere Varianten dafür gibt!?

    Einen Puffer schaffen, schön und gut.. derzeit hänge ich aber noch an der Preisgestaltung fest.
    Zwar hängt das geldliche Polster davon ab, wie meine Preise sind, aber ich finde als ein unbekannter in dem Business kann ich nicht mit Preisen um die 6000 Euro (nur ein Beispiel) für eine Webseite anfangen.

    - Design-to-HTML = 150 Euro
    - das ganze als PHP Datei... 180 Euro
    - Umsetzung mit Wordpress ab 300 Euro
    ..das ist schön eher die Preiskategorie wo ich mich am Anfang aufhalten möchte.

    Ich möchte in die ganze Sache langsam reinwachsen und nicht "von heute auf morgen" alles wie im Businessplan machen müssen, zumal ich mir den nicht erstellt habe.

  • defizitär

    Lass es dir gesagt sein: Mach von Anfang an alles so, als ob du davon leben müsstest. Im Nachhinein dein Konzept umzustellen ist nahezu unmöglich bzw. ist ein kompletter Neustart.

    Mit Pauschalbeträge wirst du deine reellen Kosten nicht decken können. Ich habe z.B. an manchen Wordpress Themes weit über 100 Stunden gesessen, sowas dann mit 300 EUR zu kalkulieren passt nicht.

    Du solltest dir Stundensätze erstellen z.B. für Design, HTML, Coding und Templating nach denen du dann deine Projekte abrechnen kannst. Die Stunden für ein Projekt kalkulierst du anhand eines Pflichten- bzw. Lastenhefts oder Alternativer Methoden wie z.B. FDD.

    Gruß
    Mo

  • defizitär

    Lass es dir gesagt sein: Mach von Anfang an alles so, als ob du davon leben müsstest. Im Nachhinein dein Konzept umzustellen ist nahezu unmöglich bzw. ist ein kompletter Neustart.

    Mit Pauschalbeträge wirst du deine reellen Kosten nicht decken können. Ich habe z.B. an manchen Wordpress Themes weit über 100 Stunden gesessen, sowas dann mit 300 EUR zu kalkulieren passt nicht.

    Du solltest dir Stundensätze erstellen z.B. für Design, HTML, Coding und Templating nach denen du dann deine Projekte abrechnen kannst. Die Stunden für ein Projekt kalkulierst du anhand eines Pflichten- bzw. Lastenhefts oder Alternativer Methoden wie z.B. FDD.

    Gruß
    Mo


    Ich habe einen Stundensatz, so ist es ja nicht.
    Nur kann und möchte ich hier nicht alle Preise öffentlich machen, die ich mir selbst erarbeitet habe.
    Die 3 oberen Preise sollten als Beispiel für eine Preisstaffelung dienen.
    Wobei ich die aber eigentlich auch so lassen könnte, also am Anfang.

    Es gibt auch Kunden die etwas einfaches haben möchten, wo ich weniger Arbeitszeit Investieren muss, bei anderen eben etwas mehr.
    So dass das ganze mehr oder weniger im Gleichgewicht bleiben könnte.

    Wenn ich eine Design-to-Wordpress Umsetzung und nach Stundensätzen abrechnen würde, dann würde ich die Kunden verlieren.
    Weil Fakt ist, auch wenn die Arbeit nicht die selbe ich wie die meinige, an der nächsten Ecke bekommt der Kunde das ganze vielleicht für 100 Euro weniger.

    Und versuch du mal einem Kunden, der von nichts Ahnung hat zu überzeugen, warum er diese 100 oder lass es auch 200-250 Euro mehr an mich bezahlen soll.
    Am Ende sieht dieser Kunde nur die Webseite von außen, das was dahinter steckt, womit wir Tag ein Tag aus zu tun haben, werden die meisten unserer Kunden nie zu Gesicht bekommen und möchtest vielleicht auch garnicht wissen,
    geschweige denn wissen was wir gemacht haben und wie es funktioniert.
    Diese Art von Kunden, die gibt es leider und denen ist es egal... solange deren Seite funktioniert, alles andere geht denen am Ar*** vorbei.


    Dennoch werde ich deine Rat verfolgen und berücksichtigen, auch wenn ich davon überzeugt bin das ich mir sowas am Anfang nicht leisten kann.

  • Du kannst Kunden nicht über den Preis bekommen/halten. Wenn du alle Mitbewerber unterbieten willst, musst du den poteziellen Kunden schon fast Geld geben um ihre Seiten zu machen.

    Es ist deine Aufgabe als Geschäftsmann den Kunden davon zu überzeugen, dass deine Arbeit das Geld wert ist das du berechnest und der Kunde eigentlich sogar noch ein Schnäppchen macht.

    Ich bin jetzt ca. 15 Jahre in der Branche und höre immer wieder Sätze wie "Der Sohn meines Nachbarn macht das aber für 200 EUR statt für 5000 EUR." Das ist wohl der meistbenutzte Satz (in mehr oder minder abgewandelter Form) um den Preis zu drücken.
    Ich erläutere dann immer, dass ich nicht nur die Webseite erstelle sondern darüber hinaus auch Consulting biete, Know How auf diversen angegliederten Gebieten habe (z.B. Internet Recht etc.), dem Kunden Rechtssicherheit biete (immerhin gibt es einen schriftlichen Vertrag in dem alle Leistungen) und und und.

    Wenn der Kunde mit den Preisen eines Mitbewerbers um die Ecke kommt, vergleicht zusammen die Angebote. Deine Aufgabe ist es dann die Unterschiede herauszuarbeiten, ggf. auch Erkundigungen über den Mitbewerber anzustellen und dir Referenzen anzuschauen mit welchen du den Kunden möglichst objektiv informierst. Und sollte der Mitbewerber ein wirklich besseres Angebot machen, dann steh dazu und sag dem Kunden das auch (Ich hab durch solche Ehrlichkeit schon einige Kunden behalten).

    Wie heißt es doch so schön: Das Leben ist kein Ponyhof.
    Jeder, ja sogar mein ehemaliger Deutschlehrer, bezeichnet sich heutzutage als Webdesigner. Du kannst nicht über den Preis aus der Masse herrausstechen, sondern nur duch Qualität und deine Persönlichkeit.

    Gruß
    Mo

  • mag m ich Morris inhaltlich anschließen und Dir noch mit auf dem Weg geben, dass Du die Akquise Zeiten ebenfalls miteinrechnen musst, ist immerhin gut 30%- wenn Du erfolgreich sein magst an die 50%Deiner Arbeitszeit,

    vergiss die ganzen Kommunikationszeiten mit dem Kunden nicht bei der Kalkulation- außer die Stunden am Telefon, via E-Mail sind bei Dir kostenlos ??

    bist Du 1x in der Billigstschiene drin, kommst nie wieder raus-

    2Kunden, die dich de facto unterbezahlen stehlen Dir die Zeit 1 Kunden zu finden, der das zahlt was Du Dir selber wert bist

    lg

  • Monika
    Auch wenn ich Inhaltlich dir nicht ganz folgen kann, sind Sinn und Zweck des Inhaltes erkennbar. Sorry, ist aber etwas komisch geschrieben.
    Dennoch ein dicken Danke daher an dich.

    @Mo
    Der Danke geht natürlich ebenfalls auch an deine Person.


    @4ALL
    Ich habe mich dafür entschieden es so zu machen wie Mo es geschrieben hat, also keine Pauschalpreise zu verlangen.
    Ich werde das ganze über Stundensätze abrechnen, wie hoch der im Web-Bereiche sein wird muss ich mir noch ausrechnen.

    Ich möchte mir aber die Möglichkeit offen lassen, für Neu-(Existens)gründer einen Preisnachlass von x% zu gewähren. Die Höhe von x% ist noch nicht ganz sicher daher lasse ich die Zahl daher erst einmal außen vor.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!