WordPress Opensource - Wie kann man es erklären

  • Hallo Leute,
    ich habe schon einige Internetpräsenzen mit WP realisiert. Oft wenn ich WP vorstelle und erzähle wie gut durchdacht, suchmaschinenfreundlich und stetig aktuell WP ist, werde ich gefragt was WordPress kostet. Wenn ich dann erkläre, dass es kostenlos und opensource ist glauben das die meisten erstmal nicht. Manche fragen sogar, ob es nicht illegal sei, WP kommerziell als CMS einzusetzen. :lol:
    Manche meinen auch schon den Trick erkannt zu haben; "Die machen das jetzt kostenlos und wenn genug Webseiten darauf basieren, gibt es Updates nur noch für Geld" :lol:

    Ich kann meisten nicht so wirklich gut erklären, warum WP kostenlos ist und es wohl auch bleiben wird!? Eventuell weil ich es selber nicht 100%tig verstehe.

    Vielleicht kann mir das aber Jemand mal erklären, fänd ich super :) Ich denke ich bin nicht der Einzige den das interessieren würde bzw. der das öfter mal zu Erklären versucht :wink:

    Danke schonmal!

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  • Also man kann zumindest schon mal folgendes argumentieren: WordPress wie es jetzt ist steht unter der GPL. Damit wird der jetzige Codestand für immer frei zugänglich bleiben. Niemand kann das ändern, nicht mal die WP-Autoren.

    Das WP-Team könnte sich natürlich entscheiden, die nächste Version unter eine andere Lizenz zu stellen, aber das würde die bisher veröffentlichten Versionen nicht berühren. Und das könnten sie auch nur machen, wenn sie die Erlaubnis jedes einzelnen Committers einholen würden, was sehr aufwändig bis unmöglich sein dürfte.

    Genauso könnte jemand kommen und Updates von WordPress nur gegen Geld rausrücken. Allerdings müssten die Updates immer noch unter GPL stehen, und die Community würde das dann in nullkommanix in den normalen Stand mergen. Wäre also kein brauchbares Geschäftsmodell. Das gleiche gilt für den Versuch, WordPress nur noch gegen Bezahlung downloadbar zu machen. Die GPL erlaubt das durchaus, aber sie erlaubt dann eben jedem anderen auch, den Code weiterhin kostenlos anzubieten.

    Ansonsten kann man ja an anderen Beispielen sehen, was passiert, wenn ein ehemals offenes System versucht, sich zu kommerzialisieren. Bei Mambo war das z.B. so (soweit ich mich erinnere -- ok, habe noch mal nachgelesen, Mambo ist ebenfalls GPL, der Streit ging noch um was anderes). Da hat sich spontan ein Fork gebildet, welcher heute als Joomla wesentlich bekannter als Mambo sein dürfte.

    Ich denke, die einzige echte Gefahr für WordPress (abgesehen von einem noch besseren Mitbewerber-CMS) wäre es, falls Auttomatic mal pleite gehen würde. Aber selbst dann könnte die Entwicklung ja von der Community weitergetragen werden.

  • Danke, denke das ist einleuchtent.

    Aber die andere Frage ist noch, warum opfern Entwickler Zeit für WP wenn Sie daran nichts verdienen, zumindest nicht vom "Endverbraucher".
    Wenn ich folgendes richtig verstehe,

    Zitat

    Ich denke, die einzige echte Gefahr für WordPress (abgesehen von einem noch besseren Mitbewerber-CMS) wäre es, falls Auttomatic mal pleite gehen würde

    ist "Auttomatic" also eine Art Sponsor?

  • Automattic ist die Firma hinter WordPress, die die Entwicklung generell vorantreibt, und diverse Dienste auf Basis von WP anbietet und von Geldgebern finanziert wird..

    Gaaaaaanz grob kann man sagen, dass man mit dem Code eines GPL-Produktes kein Geld verdienen kann/darf, wohl aber mit Services rund um ein GPL-Produkt. Sprich, du dürftest die Codebasis von WordPress nicht zum Kauf anbieten, wohl aber deinen Service/deine Arbeitszeit, mit WP ein Intranet zu machen oder eine Webseite oder ein Theme oder Plugin und und und.

    Automattic betreibt z.B. wordpress.com, wo du dir einen Blog einrichten kannst. Der Dienst nutzt zwar WordPress, dafür verlangt Automattic aber kein Geld. Sie verlangen Geld für ihre Dienste. Das sind z.B. Premium-Themes oder Plugins, die es nur gegen Bezahlung gibt.

    wpseek.com - Die WordPress-Code-Suchmaschine

  • Zitat

    Gaaaaaanz grob kann man sagen, dass man mit dem Code eines GPL-Produktes kein Geld verdienen kann/darf, wohl aber mit Services rund um ein GPL-Produkt. Sprich, du dürftest die Codebasis von WordPress nicht zum Kauf anbieten,

    Dürfte man schon, allerdings nur unter den Bedingungen der GPL. Und das hieße, man müsste einen Käufer finden, der einem Geld für ein Produkt gibt, das er auch kostenlos bekommen kann. Und man könnte den Kunden dann nicht daran hindern, das Produkt seinerseits kostenlos weiterzuverteilen. Das taugt so in der Regel natürlich nicht als Geschäftsgrundlage. ;-)

  • Dürfte man schon, allerdings nur unter den Bedingungen der GPL. Und das hieße, man müsste einen Käufer finden, der einem Geld für ein Produkt gibt, das er auch kostenlos bekommen kann. Und man könnte den Kunden dann nicht daran hindern, das Produkt seinerseits kostenlos weiterzuverteilen. Das taugt so in der Regel natürlich nicht als Geschäftsgrundlage. ;-)


    Stimmt... jetzt wo du's sagst. Da kommen Erinnerungen hoch, dass ich mal davon gelesen habe, dass mal jemand Firefox auf Ebay ersteigert hat. :?

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