Das Unbehagen, sich ganz auf Microsoft verlassen zu sollen, zieht momentan Kreise - und es tut sich einiges - von Dänemark, über Schleswig-Holstein, bis hin in die Schweiz oder zum Österreichischen Bundesheer - überall gibt es vereinzelte Aufbrüche - und Impulse, sich aus den Abhängigkeiten zu befreien. Auch - auf dem allgem. Officemarkt gibt es durchaus Bewegung. im Frühsommer, da verging eigentlich kaum eine Woche ohne neue Initiativen, Ansätze oder Projektmeldungen. Die Debatte um "Digitale Souveränität", Unabhängigkeit, Transparenz, Open Source ist in vollem Gange. Aus diesem Grunde lohnt sich eigentlich immer ein Blick auf die Entwicklungen und Bewegungen derer, die mutig sind und sich aus Abhängigkeiten lösen... Neu ist ein Blick, der sich der dt. Wirtschaft insgesamt zuwendet - das IFO-Institut bringt hier sehr interessante Einblicke in die Diskussion ein.
Liebe Community,
hmm - wieder einmal mehr zeigt sich ein relativ nüchterner Artikel, wie es in der dt. Wirtschaft ausschaut - insbesondere, wie Unternehmen die Lage einschätzen, welche Risiken sie sehen - und ob sie denn willens sind, aus digitalen Abhängigkeiten herauszukommen. Dabei geht es ja nicht immer nur ums Geld alleine: Und überhaupt - ob z-B. daran der enorme Kostenaufwand für den Umstieg allein schuld ist, das kann angezweifelt werden.
Ein neuer Artikel zeigt eine interessante Stimmungslage: https://www.ifo.de/publikationen/…igitalanbietern
....ich weiß, die Wirtschaft im Großen und Ganzen - die ist nicht euer täglich Brot. Aber die Meldungen der letzten Tage sind so wild, dass sie auch für uns relevant werden – wegen der allgemeinen Verflechtungen im Bereich Wirtschaft, Politik und so.
Kurzer Lagebericht (wies grad so abgeht in großen Teilen der Wirtschaft) - vermittel durch einen neuen IFO-Text:
Abhängig, aber gelassen? Wie deutsche Unternehmen ihre Abhängigkeit von US-Digitalanbietern einschätzen vgl. https://www.ifo.de/publikationen/…igitalanbietern
ein Artikel von Clemens Fuest, Jonas Hennrich, Klaus Wohlrabe - IFO-Institut:
die Autoren
ZitatDie vorübergehende Sperrung der leistungsfähigsten KI-Modelle eines US-Anbieters im Juni 2026 hat die technologische Abhängigkeit Europas schlagartig sichtbar gemacht. Eine sonderfrage der ifo Konjunkturumfragen vom Juli 2026 zeigt, wie deutsche Unternehmen diese Abhängigkeit selbst einschätzen. Knapp neun von zehn Unternehmen nutzen digitale Produkte US-amerikanischer Anbieter, 31 % sehen sich stark von ihnen abhängig. Als sehr risikoreich bewerten dies jedoch nur 32 % der betroffenen Unternehmen, und von denen, die überhaupt ein Risiko sehen, planen gut vier von zehn keinerlei Gegenmaßnahmen. Dabei folgt die Risikowahrnehmung der Betroffenheit nur gedämpft: Gerade die am stärksten abhängigen Branchen bewerten ihre Lage vergleichsweise gelassen. Da es sich um ein kollektives Risiko handelt und der Aufbau europäischer Alternativen von der Nachfrage aller abhängt, ist nicht zu erwarten, dass einzelbetriebliche Entscheidungen zu gesamtwirtschaftlicher Resilienz führen.
Meine Frage an die Runde:
Wer von euch denkt dass hier mehr Aufmerksamkeit nötig wäre?
Teilt ihr die Ansicht (vieler) - dass hier wohl kaum ein Risiko zu erwarten ist?
by the way: .... auch auf Reddit wird das Thema seit geraumer Zeit diskutiert, etwa hier: digitale_Abhängigkeit_ein_aufruf_zum_widerstand
mit bereits 260 upvotes und über 70 Kommentaren
Hier ein paar Links zum Nachlesen, falls es jemand genauer wissen will:
noch mehr erfahren aus dem IFO-Institut:
ifo Schnelldienst digital 2026 | ifo Institut
Euch allen hier auf dem WordPress-Forum noch einen schönen Donnerstag.![]()
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zwei Clips - nicht älter als 5 Wochen - zeigen noch mehr!
Digitale Souveränität: Diese Tools ersetzen Microsoft Teams
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Digitale Souveränität: Der Norden macht vor, woran der Bund scheitert
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