Absicherung der Website nach Hackangriff

  • Hallo zusammen,

    wir wurden vor kurzem gehackt. Über das Plugin Gotmls wurde die Website wieder bereinigt. Es wurden in Summe 105 Backdoors gefunden und bereinigt.

    Nun wollen wir Sicherheitmaßnahmen durchführen um zukünftig sicherer zu sein.

    Folgende Schritte wurden bereits durchgeführt:
    - Keys in der wp-config wurden geändert.
    - Kennwörter wurden geändert.
    - Überflüssige und von den Hackers erstellte User wurden gelöscht.
    - FTP KEnnwort geändert
    - Dateiberechtigungen wurden angepasst
    - in den Ordner Uploads wurden alle PHP Dateien gelöscht
    - URL für den Adminlogin wurde geändert.

    Was noch zu tun ist:
    - DB Prefixe ändern
    - DB Kennwort ändern

    Haben wir etwas vergessen? Für weitere Tips wären wir sehr dankbar.

    Vielen Dank
    Lieben Gruß
    flexmind

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  • Haben wir etwas vergessen?

    Wahrscheinlich schon, denn in der Liste steht nicht, dass Ihr die Sicherheitslücke gefunden habt.

    WordPress ist "frei" wie in Freiheit es zu nutzen, aber nicht im Sinne von Freibier. Wer also glaubt man bekommt rund um WordPress alles kostenlos, der irrt. Hilfe ist ein Geschenk für das man sich bedankt, dafür gibt es den 'Gefällt mir' Button. Wer das nicht kann und sich selbst nicht zu helfen weiss, muss sich bezahlte Unterstützung suchen.

  • Wahrscheinlich schon, denn in der Liste steht nicht, dass Ihr die Sicherheitslücke gefunden habt.

    Das stimmt.
    Wir wissen nur das Gotmls alle gefundenen Backdoor´s geschlossen hat.
    Ob wir noch mehr haben wissen wir nicht.

    Gibt es noch andere Plugins die uns bei der Analyse helfen können und mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt?

  • Mit irgend welchen Plugins beseitigt man keine Sicherheitslücken, sondern schafft eher neue.
    Sicherheitslücken findet man nur mit dem gesunden Menschenverstand bzw mit relativ viel Erfahrung auf dem Gebiet.

  • Es ist, wie Hille es beschreibt. Im Prinzip kannst du weder deiner DB noch deiner Installation mehr trauen. Einfachste Lösung: Du hast ein Komplettbackup von vor dem Befall, dann aktiviere das. Falls du eher selten Updates gemacht hast: das solltest du jetzt eher öfter tun.
    Wenn du nur die DB hast: Die Installation runter schmeißen und neu aufsetzen (bzw. die WP-Dateien bspw. nach übereinstimmender Größe mit den Originaldateien untersuchen, das Änderungsdatum kann ein Hinweis sein, gecrypteter Code in PHP-Scripten ebenfalls) und dann die DB akribisch nach eventuellen Hinterlassenschaften untersuchen. Wenn du das Theme angepasst hast: Jede Datei untersuchen. Jede. Bis du den Verursacher nicht gefunden hast, sind alle bisher von dir unternommenen Schritte für die Katz...


  • Wir wissen nur das Gotmls alle gefundenen Backdoor´s geschlossen hat.

    Woher wisst Ihr das? Weil es der Entwickler einer 'Sicherheitssoftware' behauptet? Ein Entwickler der sich nicht einmal zu erkennen gibt? Das Plugin baut eine Verbindung zu einem entfernten Server auf um angeblich Malware Signaturen abzudaten. Ihr kennt den Entwickler nicht, Ihr kennt den Server nicht, Ihr wisst nicht was Up- und Downgeloaded wird. Aber weil auf der Webseite das Logo der Internet Defense League prangert ist der Entwickler vertrauenswürdig? Das erinnert mich immer an die Ära eines Kim Schmitz.

    WordPress ist "frei" wie in Freiheit es zu nutzen, aber nicht im Sinne von Freibier. Wer also glaubt man bekommt rund um WordPress alles kostenlos, der irrt. Hilfe ist ein Geschenk für das man sich bedankt, dafür gibt es den 'Gefällt mir' Button. Wer das nicht kann und sich selbst nicht zu helfen weiss, muss sich bezahlte Unterstützung suchen.

  • Woher wisst Ihr das? ...


    Auch wenn ich deinen Ansatz verstehe und unterstütze würde deine Argumentation in ihrer Konsequenz bedeuten, dass man die Quellen jeder Software die man benutzt zuerst zu überprüfen hätte. Das kann (und wird) wohl niemand leisten können.
    Womit du natürlich völlig recht hast (um auch noch was zum Thema beizutragen): Nur irgendein Plugin drüber laufen zu lassen reicht natürlich nicht. Um eine anschließende manuelle Kontrolle der Sourcen kommt ihr nicht herum. Ich kenne kein Plugin, dass so einen Job übernehmen würde und wenn es eins gäbe, dann wäre ich sehr sehr skeptisch...
    Üblicherweise handelt man sich Schadcode in WP-Installationen dadurch ein, dass WP selbst, Plugins oder Themes Sicherheitslücken besitzen, für die entweder kein Update eingespielt wurde oder keins existiert. Themes und Plugins die nicht mehr gepflegt werden, sollten möglichst ausgetauscht werden.
    Eine weitere Infektionsquelle sind gehackte Server. Da du nicht schreibst, wo und wie ihr die gehackte Seite hostet, wären Hinweise zur Suche aber ein Schuß ins Blaue.
    Dritte Quelle: Schadsoftware auf den Rechnern, mit denen die Seite administriert wird. Keylogger bspw. oder Malware die FTP-Zugänge ausspioniert (da gab's mal was für ältere TotalCommander-Versionen)... Also nicht nur auf die WP-Installation gucken sondern auch das Umfeld nicht vergessen.

  • Auch wenn ich deinen Ansatz verstehe und unterstütze würde deine Argumentation in ihrer Konsequenz bedeuten, dass man die Quellen jeder Software die man benutzt zuerst zu überprüfen hätte.

    Richtig. Ich setze keine Plugins von Entwicklern ein, die sich in der Anonymität verstecken. Gerade wer eine 'Sicherheitssoftware' entwickelt MUSS hundertprozentig vertrauenswürdig sein und dazu gehört volle Transparenz.

    WordPress ist "frei" wie in Freiheit es zu nutzen, aber nicht im Sinne von Freibier. Wer also glaubt man bekommt rund um WordPress alles kostenlos, der irrt. Hilfe ist ein Geschenk für das man sich bedankt, dafür gibt es den 'Gefällt mir' Button. Wer das nicht kann und sich selbst nicht zu helfen weiss, muss sich bezahlte Unterstützung suchen.

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