Mich würde interessieren, was genau du mit "Anfängerfehler" meinst - Bsp.? (...)
Vorweg, Deine Landschafts- und Naturbilder sind deutlich besser als die Personenfotos, diese sind nämlich fast ausnahmslos für die Tonne, aber ein Fehler zieht sich wie ein roter Faden leider durch ziemlich viele Fotos, der falsche Beschnitt und die falsche Raumaufteilung.
Wenn man da schon von der klassischen Lehre abweicht, sollte dies durch eine erkennbare Intention gedeckt sein, sonst erkennt der Profi den Fehler und der Laie "wundert" sich im Stillen, auch wenn er dann meist nicht näher für sich benennen kann warum eigentlich.
Und noch etwas ganz allg. zu Fotokritiken, das persönliche Umfeld und Fotoclubfreunde sind denkbar ungeeignet für eine fundierte konstruktive Kritik, die den Fotografen auch wirklich weiter bringt, weil ihnen entweder das Hintergrundwissen fehlt oder sie befangen sind.
Nur mal ein paar Details exemplarisch zu einigen Fotos herausgegriffen, z.B. die Fotos die Du als "Porträts" bezeichnest, hier merkt man nahezu allen die unsichere Distanz des Fotografen zu den abgebildeten Protagonisten an, sie wirken im Ergebnis verkrampft und beschwert, Personenfotografie ist ganz klar nicht Dein Steckenpferd und wird es vermutlich auch nie werden, Du tust Dich einfach innerlich zu schwer damit, Deine Naturfotos wirken da deutlich leichter und befreiter und insgesamt auch gelungener.
Kurz zu einigen technischen und gestalterischen Unzulänglichkeiten, z.B. jenen des Portraitbildes mit dem bebrillten Jungen ganz am Anfang der Personenfotoreihe, der Arme kommt was den Beschnitt anbelangt rüber, als sei er enthauptet worden, außerdem zeigt die Brille Reflexe die nicht durch eine erkennbare Intention gedeckt sind, die Kontraste und Farben leiden unter dem Streiflicht, welches erkennen lässt, dass keine oder keine genügend große Gegenlichtblende eingesetzt wurde.
Direkt beim darauffolgenden ist ohne jede nachvollziehbare Intention, ein kräftiger Akzent auf den Bildvordergrund gelegt, dazu interagieren die Protagonisten nicht miteinander, der Junge schaut wenigstens noch den Betrachter an, der Mann hingegen schaut belanglos ins Irgendwas, seine Rolle bleibt für Betrachter im Dunkeln.
Etwas weiter in der Reihe fortschreitend, sind dem bedauernswerten Jungen am Klavier die Hände abgetrennt worden und auf den darauf folgenden Kinderportraits, glänzen Stirn, Nasenrücken und Wangen wie die Speckscharten - Tipp, Kryolan existiert.
Nach den zwei weiteren eher misslungenen Bildern mit dem Jungen am Klavier folgt dann ein Portrait eines Mädchen, sie kommuniziert mit dem Betrachter, der Gesichtsausdruck ist angemessen und aufgeschlossen, die leichte Kopfneigung schafft eine leise Dynamik ohne aufgeregt zu wirken, also ein ansich gelungenes Kinderportrait, aber leider hapert es auch hier am Beschnitt, entweder enger oder etwas weiter und der Hintergrund ist auch nicht mit Bedacht gewählt, Kanten schließen in Linie mit dem Umriss des Kopfes ab.
Dann noch etwas weiter in dieser Reihe, ein echtes Don‘t, richtig schön von unten volle Kanne in die Nase fotografiert, zum Glück ist es ein junges Mädchen mit popelfreiem Näschen, trotzdem unschön, auch und gerade für die abgebildete Person.
In den weiteren Aufnahmen dann wieder der Beschnitt, Streiflicht und Speckschwarten…
Zu den Landschaftsfotos, greife ich mir mal die Frankreichreihe raus, direkt beim ersten Bild schon wieder ein Beschnittfehler, wenn auch in seinem Umfang noch tolerierbar, das nächste mit der Sonne ist allerdings so wie es sich im Beschnitt darstellt, direkt für die Tonne, der Ansatz ist klar, die Umsetzung jedoch mangelhaft und weiteren im Verlauf der Bilderreihe sind einem Reiher bedauerlicherweise gleich mehrfach die Füße abgehackt worden.
So ähnlich geht es eben dann auch mit den anderen Fotos weiter, es sind gute dabei, aber auch immer wieder Totalversager, dazu kommen dann noch so Dinge wie die vereinzelt völlig überzogene Manipulation der Tonwerte und Kontraste, auch hier wieder ohne eine klare Intention dahinter erkennen zu könne, obendrauf dann noch mittlerweile recht abgelutschte Photoshopeffekte etc.
Einen guten Fotografen zeichnet eben auch aus, knallhart ohne jede Sentimentalität aussortieren zu können, das vermisst man leider in Deinem Portfolio vollkommen.
Zitat
Auf den Portfolio-Unterseiten stehen übrigens mehrere Navigationsoptionen zur Verfügung, um sich nicht "mit den winzigen Buttons zurechtfummeln" muss:
- Scrollen
- Pfeiltasten
- Klick
Da erscheinen zunächst mal zur Navigation Pfeiltasten, die auf meinem Zweiundzwanzigzöller nicht mal einen Quadratzentimeter groß sind und da diese auch noch extra mit dem Hinweis "Use arrows for navigation" versehen sind, suche ich erstmal nicht noch nach weiteren evtl. vorhandenen Navigationsmöglichkeiten, außer nach welchen, die nach heutigem Stand der Technik für ein solches Design als nativ zu bezeichnen sind, also mit der Möglichkeit des Anfassens und Schiebends der Bilder mit der Maus statt des Fingers auf an einem Desktoprechner oder Notebook ohne Touchscreen.
Zitat
Und auf mobilen Endgeräten kann man durchaus "wischen".
Schön, nur betrachtet die Zielgruppe solche Bilder eher weniger an einem Smartphone mit Minibildschirmchen, sondern dann doch wohl lieber an einem Notebook, Tablet oder Desktoprechner…