Nein, WP nutze ich ausschließlich für mich persönlich. Nenne es Spielwiese. Und natürlich sind mir Dinge wie SEO, Spamschutz und (mit minderer Wichtung) Social Media Integration wichtig. Nur, was ich brauche, dass schreibe ich mir selbst. Natürlich unter Zuhilfenahme existenter Plugins, von denen ich mir viel abgucke. Wie ich schrieb: Ich will WP verstehen, denn ich will mit und für WP entwickeln.
Ein Beispiel: Mir ist Schutz persönlicher Daten wichtig. Accessibillity ebenfalls. Beides Dinge, die nicht gerade im Fokus von WP liegen. Vorhandene Implemenationen von "Social-Share-Privacy" z.B. gibt es zwar, sie scheinen aber nicht sehr lebendig. Also erstelle ich mir einen Plugin, und behalte die volle Kontrolle. Dies nicht, weil ich anderen Plugin Autoren misstraue. Ich mache es, weil ich's kann - oder genauer, weil ich's lernen will.
Ich kann tatsächlich noch keine Langzeiterfahrung mit WP verkünden, aber ich komme aus einer Szene, in der Schreckliches alltäglich ist. Als bei TYPO3 neue Entwicklungsparadigmen eingeführt wurden, waren diese eine Rückintegration einer parallelen Neuentwicklung, die es noch gar nicht gab. In deutsch: BMW baut tolle Motorräder, und ist Marktführer. Allerdings scheint die Technik der aktuellen Produktpalette ausgereizt. Man plant also eine komplett neue Produktreihe, die mit allem bricht, was bislang zählte - UND - man beginnt, diese zukünftigen Dinge (z.B. den Fluxkompensator) scheibchenweise in die alten Produkte einzubauen, was diesen nicht bekommt. Entwickler wissen, mit dem alten Kram ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Also streichen sie entweder die Segel, oder sie programmieren nach neuen Paradigmen weiter. Mittlerweile hat man im (virtuellen) Zukunftsprodukt jedoch festgestellt, dass Fluxkompensatoren nicht klappen - und hat die Entwicklung gestoppt. Zwischendurch stellte noch irgend ein Cleverle fest, dass man noch schnell sämtliche bisherigen Lokalisierungsmittel austauschen könnte. Heute po, morgen XML, übermorgen Xliff. Dann noch die Coding Standards geändert - mehrfach. Die Doku bleibt selbstredend auf der Strecke, und eventuell vorhandene Tutorials von 2013 sind 2014 vollkommen unbrauchbar. Ich vergas zu erwähnen, dass man auch die Entwicklungsumgebung neu geschrieben hat. Extbase - darauf hat die Welt gewartet. Heute so, und morgen anders.
Kommt man aus dieser Welt, so wirkt WP paradiesisch. WP scheint vergleichsweise banal, aber dafür gut dokumentiert. Mehr wollte ich nicht ausdrücken.
Die Suche in meinem Blog klappt übrigens einwandfrei. Zwischen 4.0 und 4.1 ist mir jedoch meine zeitgemäße Kommentar Paginierung verloren gegangen. Next/Prev geht, aber nicht mehr paginate_comments_links(). Da diese Funktion bei Anderen noch klappt, weiß ich, dass ich in meinem Code suchen muss. Ein großer Vorteil.