Also man kann zumindest schon mal folgendes argumentieren: WordPress wie es jetzt ist steht unter der GPL. Damit wird der jetzige Codestand für immer frei zugänglich bleiben. Niemand kann das ändern, nicht mal die WP-Autoren.
Das WP-Team könnte sich natürlich entscheiden, die nächste Version unter eine andere Lizenz zu stellen, aber das würde die bisher veröffentlichten Versionen nicht berühren. Und das könnten sie auch nur machen, wenn sie die Erlaubnis jedes einzelnen Committers einholen würden, was sehr aufwändig bis unmöglich sein dürfte.
Genauso könnte jemand kommen und Updates von WordPress nur gegen Geld rausrücken. Allerdings müssten die Updates immer noch unter GPL stehen, und die Community würde das dann in nullkommanix in den normalen Stand mergen. Wäre also kein brauchbares Geschäftsmodell. Das gleiche gilt für den Versuch, WordPress nur noch gegen Bezahlung downloadbar zu machen. Die GPL erlaubt das durchaus, aber sie erlaubt dann eben jedem anderen auch, den Code weiterhin kostenlos anzubieten.
Ansonsten kann man ja an anderen Beispielen sehen, was passiert, wenn ein ehemals offenes System versucht, sich zu kommerzialisieren. Bei Mambo war das z.B. so (soweit ich mich erinnere -- ok, habe noch mal nachgelesen, Mambo ist ebenfalls GPL, der Streit ging noch um was anderes). Da hat sich spontan ein Fork gebildet, welcher heute als Joomla wesentlich bekannter als Mambo sein dürfte.
Ich denke, die einzige echte Gefahr für WordPress (abgesehen von einem noch besseren Mitbewerber-CMS) wäre es, falls Auttomatic mal pleite gehen würde. Aber selbst dann könnte die Entwicklung ja von der Community weitergetragen werden.