Never change a running system. Das ist mein Leitfaden in Sachen Computer und somit auch bei einem Blog CMS. Dies ist auch der Grund, weshalb ich WordPress nicht den Rücken kehren werde: Ich bin mit der Funktionalität hochzufrieden.
Lediglich im Bezug auf das Qualitätsmanagement der Entwickler kommen bei mir Fragen auf, die mir noch niemand beantworten konnte (siehe meine Blog Publizierung zum Thema: Abschnitt: WordPress 2.9 - Welcher Feature Freeze?).
Ansonsten denke ich das WordPress den richtigen Weg geht, auch wenn ich WordPress 2.9 überspringen werde und vor WordPress 2.9.1 oder WordPress 2.9.2 mit Sicherheit kein Update machen werde, eben aufgrund des mangelnden Qualitätsmanagement. Ich denke sogar, dass viele Kernfunktionen, die ein Blogsystem haben sollte, noch nicht integriert sind. Man wird sehen wann und ob dies geschehen wird...
Mich stört an diesem Artikel die offensichtlichen Mutmaßungen. Hier ein Beispiel:
Zitat
Der gesamte WordPress-Core scheint durchtränkt von Sicherheits-Lücken, und das macht mir durchaus Angst.
Im ganzen Artikel sehe ich kein einziges Stück Code, mit dem er diese Aussage untermauert. Er nagelt derartige Sätze wie eine These auf seinen Blog und untermauert diese in meinen Augen eher Mangelhaft. Auch der Vergleich mit einer Lawine ist für mich nicht wirklich Nachvollziehbar...
Zitat
Jede Version kommt mit mindestens zwei bis drei neuen Features, die sich bis tief in den Core verankern und den Code auf verschiedenen Ebenen immer komplizierter machen. Dadurch wird es zunehmend schwieriger, Optimierungen vorzunehmen und ordentlich aufzuräumen, da es zu viele Abhängigkeiten gibt. Ich vergleiche es gerne mit einer Lawine, die immer mehr Schnee aufnimmt und mit immer mehr Gewicht und Tempo in eine bestimmte Richtung rollt. Sie ist irgendwann nicht mehr aufzuhalten, und ich sehe WordPress längst in einem Stadium, wo eine physische Konfrontation mit einem Bergdorf nicht mehr aufzuhalten ist.
Natürlich wird jedes Stück Software störanfälliger je mehr Code diese enthält. Auch kann ein großes Stück Software leichter kompromittiert werden als ein kleines Stück Ein-Zeilen-Code. Der Mittelweg kann daher nur lauten: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ich finde, dass WordPress hier einen ganz guten Weg geht: Das Kernstück ist nicht so groß, kann aber durch viele Plugins erweitert werden...
Genau den selben Weg geht der Linux-Kernel auch. Es gibt viele Kernfunktionen und viele weitere die man als Modul laden muss... Der heutige Linux-Kernel hat mehr als 50 MB Volumen angenommen. Vorbei die Zeiten, dass dieser nur auf eine Diskette passt. Die Linux Lavine rollt und rollt und rollt und ist nicht zu stoppen. Ist dies jetzt Negativ? Wie häufig wurde Linux in den letzten 20 Jahren wohl auch die sichere Katastrophe prophezeit?
Hab dem guten Mann meine Kritik an seinem Beitrag noch schnell als Kommentar geschrieben... ;-)
Trotz einiger Kritik Punkte:
Ich bleibe bei WordPress.